Pferderipper verletzt 27-jährige Stute in Hörste schwer

Cordula Gröne

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Diese Stute wurde durch den Pferderipper so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden musste. - © Heike Skowronek
Diese Stute wurde durch den Pferderipper so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden musste. (© Heike Skowronek)

Lage-Hörste. Ein Pferderipper hat in Hörste eine Stute so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden musste. Es war nicht der einzige Fall in den vergangenen Tagen.

Mareike Tiemann hatte das Tier Mittwochfrüh auf ihrer Wiese entdeckt. Die 27-jährige Stute gehört Heike Skowronek, die die Weide in der Nähe des Rödeweges an der Egge nur im Sommer nutzt. „Das Pferd wurde sofort in die Klinik gefahren. Dort wurden massive Verletzungen festgestellt, in und außerhalb der Scheide und ein Beckenbodenbruch", berichtete die Halterin.

„Die Blutungen konnte man kaum stillen." Die Stute musste erlöst werden. Den Beckenbruch erklärt sie sich so, dass das Pferd entweder umgestoßen wurde oder selbst hingefallen ist. Auf der Wiese seien Rasierklingen gefunden worden.

Die Ehrentruperin hält Pferde seit 18 Jahren auf der Weide; nie sei etwas passiert. Die Schimmelstute sei ein ganz liebes Tier gewesen. Nachbarskinder durften auf ihr reiten. Auf der Wiese steht noch eine Stute mit ihrem Fohlen. An diese komme ein Fremder aber nicht heran, weiß Heike Skowronek.

Es handelte sich nicht um die erste Straftat. Die alte Stute sei vor einigen Tagen bereits in der Vagina verletzt worden – allerdings noch nicht so schlimm, so die Halterin. In Billinghausen sei ein Mann beobachtet worden, der versucht habe, auf einem Pferd zu reiten. Ein anderes sei leicht verletzt worden.

Den zweiten Fall hat auch die Polizei bestätigt. Weitere Vorkommnisse seien aus dem Kreis aber nicht bekannt, sagte Polizeisprecher Uwe Bauer. Die Halterin hat den jüngsten Vorfall bei der Polizei angezeigt und hofft auf aufmerksame Mitmenschen.

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