Marktkauf-Mitarbeiter aus Lage und Lemgo zum Streik aufgerufen

Andrea Frühauf

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Symbolbild. - © Stefan Sauer/ZB/dpa
Symbolbild. (© Stefan Sauer/ZB/dpa)

Kreis Lippe/Bielefeld. Die Gewerkschaft erhöht den Druck auf die Arbeitgeber im Einzelhandel. Nach der dritten Verhandlungsrunde "ohne akzeptables Ergebnis" hat Verdi für Freitagfrüh erneut die Beschäftigten in ausgewählten Einzelhandelsbetrieben zum Warnstreik aufgerufen.

In Ostwestfalen beteiligen sich nach Gewerkschaftsangaben Beschäftigte der Marktkauf-Häuser in Lage, Lemgo und in Bielefeld (insgesamt drei Filialen). Aus Lippe beteiligen sich laut Verdi 40 Beschäftigte am Warnstreik. Betroffen ist auch das Einrichtungshaus Ikea in Bielefeld. Insgesamt rechnet Verdi in NRW mit 2.500 Streikenden.

"Die Streikbereitschaft ist hoch"

„Mehr als 3.000 Beschäftigte aus ganz NRW haben sich schon Mitte letzter Woche an den Streiks beteiligt und damit gemeinsam den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. Die Kolleginnen und Kollegen sind enttäuscht über das Verhandlungsergebnis der dritten Verhandlungsrunde und geben sich nicht mit den bislang angebotenen Reallohnverlusten zufrieden", erklärte Ursula Jacob-Reisinger, Gewerkschaftssekretärin für den Handel OWL. „Die Streikbereitschaft ist nach wie vor hoch, dass sollte man auf Arbeitgeberseite nicht unterschätzen."

Die Arbeitgeber im Einzelhandel hätten für die 487.000 sozial-versicherungspflichtig und 205.000 geringfügig Beschäftigten in der dritten Verhandlungsrunde ihr ursprüngliches Angebot, eine Ent-gelterhöhung von 1,5 Prozent zum 1. Mai 2019 und weitere 1,0 Prozent zum 1. Mai 2020 um lediglich je 0,2 Prozentpunkte aufgestockt.

Die von Verdi geforderte Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge (AVE) für die gesamte Branche sowie eine Mindestanhebung, als soziale Komponente, hätten die Arbeitgeber weiterhin kategorisch abgelehnt. Über die die überproportionale Erhöhung der Ausbildungs-vergütungen um 100 Euro wolle die Arbeitgeberseite noch nachdenken.

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