Heimat- und Verkehrsverein Hörste feiert 90-jähriges Bestehen

Cordula Gröne

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Hingucker: „Der Lipper" hat zwei Seiten, einen neutralen Gesichtsausdruck, wenn man von der Hiddentruper Straße nach Hörste reinfährt, und lächelnd auf der Rückseite, wenn man wegfährt. Eine Idee von Margareta Zantow (Mitte), die Petra Niederdorf (rechts) und Wilhelm Wortberg (links) umgesetzt haben.  - © Udo Zantow
Hingucker: „Der Lipper" hat zwei Seiten, einen neutralen Gesichtsausdruck, wenn man von der Hiddentruper Straße nach Hörste reinfährt, und lächelnd auf der Rückseite, wenn man wegfährt. Eine Idee von Margareta Zantow (Mitte), die Petra Niederdorf (rechts) und Wilhelm Wortberg (links) umgesetzt haben.  (© Udo Zantow)
Lage. Hörste ist unter den Ortsteilen Lages der größte und er ist zudem Luftkurort. Seinen Werdegang hat der frühere Verkehrsverein – seit 1982 Heimat- und Verkehrsverein – über 90 Jahre begleitet. Das wird am Samstag, 7. September, mit einem Festakt gefeiert.

Dass Hörste über Jahrzehnte für Touristen und Erholungssuchende ein attraktives Ziel war, ist zu einem Gutteil auch dem Heimat- und Verkehrsverein zu verdanken. Dieser bemühte sich stets – und tut es auch noch heute – den Kurort am Teutoburger Wald weiterzuentwickeln.

Der Kurpark, die vielen Wanderwege, das Waldfreibad und das Haus des Kurgastes nutzen die Bewohner und Besucher aus der Region, aber auch die Übernachtungsgäste. Für sie finden hier Vorträge und Kurse statt. Ob als Wanderwarte oder bei Veranstaltungen, die Mitglieder des Heimat- und Verkehrsvereins bringen sich auf vielerlei Art und Weise ein.

Information

90-Jahr-Feier

Das Festprogramm beginnt am Samstag, 7. September, um 14.30 Uhr im Waldrestaurant Bienenschmidt. Dem Sektempfang folgen Grußworte, Ehrungen und ein geselliges Beisammensein mit Musik. Auch gibt es ein Grill-Büfett.

Kreatives Schaffen geht aus der Zusammenarbeit der TrioArt-Künstler und Vereinsmitglieder Petra Niederdorf und Willi Wortberg hervor. Sie machen aus drögen Stromkästen schöne Hingucker. Neben Skulpturen prägen auch Wandmalereien und viele andere künstlerische Aktivitäten das Erscheinungsbild des Ortes.

Wichtiges Standbein ist der Tourismus. Im Jahr 1982 gab es noch 70 Übernachtungsbetriebe – der Höchststand in der Geschichte Hörstes. „Viele Betten sind verloren gegangen durch Umstrukturierungen", bedauert Udo Zantow, seit 40 Jahren Vorstandsmitglied im Verein. Pensionen schlossen, das Freizeitheim der evangelischen Kirchengemeinde nutzt jetzt eine Freikirche und die Bildungsstätte Heinrich-Hansen-Haus musste schließen. Das Gebäude konnte die Gewerkschaft Verdi zwar verkaufen, doch von einer neuen Nutzung ist noch nichts bekannt.

Im vergangenen Jahr kamen 5135 Gäste – ein Plus von rund drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dadurch kam es zu 18.500 Übernachtungen – ein Minus von 6,8 Prozent. „Dies weist darauf hin, dass sich die Aufenthaltsdauer der Gäste entsprechend dem allgemeinen Trend verkürzt hat. Hörste liegt mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 3,6 Tagen aber immer noch über dem Durchschnitt vom Teutoburger Wald mit 3,3 Tagen und Gesamt-NRW mit 2,2 Tagen", heißt es im Bericht der Tourist-Information. Bewohner wie Gäste schätzen die Ruhe und die Natur. Doch um diese geht es am kommenden Samstag nicht. Der Verein unter seinem Vorsitzenden Gebhard Rösler möchte mit seinen Mitgliedern feiern und eine Rückschau in geselligem Rahmen über die bewegte 90-jährige Vereinsgeschichte halten.

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