Zaun am Grasweg in Ehrentrup bleibt umstritten

Cordula Gröne

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Die Einmündung von der Breitenheider Straße in den Grasweg soll vergrößert werden. Deshalb hat die Stadt einer Eigentümerin Land abgekauft und einen Zaun errichtet. - © Archivfoto: Cordula Gröne
Die Einmündung von der Breitenheider Straße in den Grasweg soll vergrößert werden. Deshalb hat die Stadt einer Eigentümerin Land abgekauft und einen Zaun errichtet. (© Archivfoto: Cordula Gröne)

Lage-Ehrentrup. Über die Errichtung einer „Grenzmauer" auf einem Grundstück im Einmündungsbereich der Breitenheider Straße in den Grasweg hat sich ein Bürger beschwert. Der Bau- und Planungsausschuss sah das nicht als berechtigt an und entschied mehrheitlich, dem Ansinnen nicht zu entsprechen.

Der Bürger hatte in einem Schreiben gefordert, die Mauer wieder zu entfernen und die Grundstückseinfriedung wieder in einen Zustand zu bringen, der den Festsetzungen des Bebauungsplanes „Obere Bült" entspreche. Etwaige entstandene Kosten dürften bei den künftigen Erschließungsbeiträgen nicht berücksichtigt werden.

Sonderregelung steht im Bebauungsplan

Die Stadt hatte von der Anliegerin ein Stück ihres Eckgrundstücks gekauft, um die Zufahrt zum künftigen Wohngebiet zu vergrößern und damit die Sichtverhältnisse beim Ein- und Ausfahren verbessern zu können. „Im Bebauungsplan ist bereits eine Sonderregelung für die Einfriedung des im Bürgerantrag angesprochenen Bereiches getroffen worden, um die verkehrliche Erschließung des gesamten Wohngebiets zu ermöglichen", hatte die Verwaltung in der Vorlage erläutert.

Zum Ausgleich hatte die Eigentümerin eine Einfriedung als Sichtschutz erhalten. Laut Verwaltung handelt es sich um einen Zaun aus Spritzbeton. Vielleicht werde dieser am Ende der Baumaßnahmen zehn Zentimeter höher, aber auch ein Bürgersteig müsse noch angelegt werden, sagte Beigeordneter Thorsten Paulussen.

Eigentlich sind 80 Zentimeter erlaubt

Im Bebauungsplan sind entlang der Verkehrsflächen und an den seitlichen Grundstücksgrenzen im Vorgarten nur Einfriedungen bis zu einer Höhe von 80 Zentimetern erlaubt. Eine Ausnahme gilt jedoch für den Einmündungsbereich. Hier ist eine Höhe bis zu zwei Metern zulässig. Die Kosten der Einfriedung seien nicht Gegenstand von Erschließungsbeiträgen, hieß es seitens der Verwaltung.

„Über Geschmäcker kann man streiten", meinte Beigeordneter Thorsten Paulussen in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses. Aber alles sei seinerzeit so vertraglich festgelegt worden. Frank Drexhage (Bündnis 90/die Grünen) fand die Mauer „grottenhässlich". Wenn der Rasen noch wegkomme, werde diese mehr als zwei Meter hoch sein. Entspreche diese nicht den Festsetzungen des Bebauungsplanes, müsse man eingreifen.

Uwe Detert (AfD) wandte ein, dass der Zaun dem Schallschutz diene und noch eine Begrünung stattfinde. Das bestätigte Paulussen. Die Bepflanzung werde mit der Stadt abgestimmt, die ebenfalls die Pflege übernehme. Für die CDU sagte Rudolf Stölting, dass man über die gefundene Lösung mit der Anwohnerin froh sein könne. Der Antrag des Bürgers wurde mehrheitlich abgelehnt.

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