Zwei Millionen Euro für die Ziegelei Lage

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Der LWL will die Dauerausstellung in seinem Industriemuseum Ziegelei Lage (Kreis Lippe) für rund zwei Millionen Euro erneuern und dabei verstärkt auf digitale Medien und Mitmachangebote setzen. - © LWL
Der LWL will die Dauerausstellung in seinem Industriemuseum Ziegelei Lage (Kreis Lippe) für rund zwei Millionen Euro erneuern und dabei verstärkt auf digitale Medien und Mitmachangebote setzen. (© LWL)

Lage. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) will die Dauerausstellung in seinem Industriemuseum, der Ziegelei Lage, für rund zwei Millionen Euro erneuern und dabei verstärkt auf digitale Medien und Mitmachangebote setzen. Diesen Beschluss hat der LWL-Kulturausschuss in Münster befürwortet. Der LWL-Landschaftsausschuss entscheidet am 10. Dezember abschließend über die geplante Investition.

„Nach 20 Jahren braucht das LWL-Ziegeleimuseum eine neue Dauerausstellung, denn die Freizeit-, Konsum- und Sehgewohnheiten der Besucherinnen und Besucher haben sich verändert“, wird LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger in einer Pressemitteilung zitiert: „Darauf reagieren wir, indem wir mit neuen Medien wie ,Augmented Reality‘ und ,Virtual Reality‘ sowie einem spielerischen Ausstellungsansatz neue Zugänge für unterschiedliche Gruppen schaffen und so besondere Lern- und Bildungserlebnisse ermöglichen.“

Mit interaktiven Formaten zum Leben erwecken

Der LWL will die Dauerausstellung im Hauptgebäude und das museumspädagogische Zentrum ganz neu gestalten, heißt es in der Mitteilung weiter. Dabei sollen sieben Bauprojekte aus verschiedenen Zeiten im Hauptgebäude die Themen Baustoff, Bauen, Architektur und Stadtentwicklung vertiefen. Im Mittelpunkt des Foyers steht eine „interaktive Ziegelwand“. Hier erfahren Besucher Geschichten über 100 Ziegel aus der Vergangenheit, aber auch über nachhaltige Ziegel der Zukunft.

In der sogenannten Trockenhorde, in der früher die Ziegelrohlinge trockneten, entsteht ein neues museumspädagogisches Zentrum in Form einer Mitmachausstellung. „Dieser Raum eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Hier können künftig Schulklassen, Jugendgruppen und Familien rund um die Themen Ziegelherstellung, Bauen und Architektur viel ausprobieren, testen und tüfteln oder an einem 3D-Drucker Tonziegel drucken“, heißt es von Rüschoff-Parzinger.Auch den Rundweg auf dem Gelände mit seinen technisch-historischen und sozialgeschichtlichen Themen will der LWL bald überarbeiten und neu akzentuieren. Künftig sollen die Inhalte eine stärkere Verbindung zur Gegenwart haben und die Funktionsweisen der Maschinen und Anlagen soll besser erfahrbar werden, betont der LWL abschließend. Die historischen Maschinen und Werkstätten sollen deshalb mit „Augmented Reality“-Formaten zum Leben erweckt werden.

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