Pflegerin soll in Lage fast 190.000 Euro veruntreut haben

Silke Buhrmester

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Weil sie ihre Arbeitgeber um 190.000 Euro betrogen haben soll, muss eine 42-jährige Pflegerin sich vor dem Landgericht Detmold verantworten. - © Bernhard Preuss
Weil sie ihre Arbeitgeber um 190.000 Euro betrogen haben soll, muss eine 42-jährige Pflegerin sich vor dem Landgericht Detmold verantworten. (© Bernhard Preuss)

Lage. Es ist der Horror aller Angehörigen: Die Eltern versterben und plötzlich merken die Hinterbliebenen, dass es nichts zu erben gibt, weil sich zuvor eine Haushälterin, ein Pfleger oder eine vermeintliche Freundin "bedient" hat. Ein solcher Fall von Untreue wird Ende August vor dem Detmolder Landgericht verhandelt. Angeklagt ist eine 42-Jährige aus Lage. Sie soll ein Ehepaar um fast 190.000 Euro gebracht haben.

Tote wurden bestohlen

Das Paar ist mittlerweile verstorben, teilt das Gericht mit. Noch zu Lebzeiten, aber vor allem auch nach dessen Tod, soll die Angeklagte das Geld veruntreut haben. Sie habe in ihrer Funktion als Pflegerin eine enge Beziehung zu dem Ehepaar aufgebaut, der Ehemann räumte ihr daraufhin 2017 eine Generalvollmacht für sämtliche Vermögensangelegenheiten ein.

Das soll die Frau schändlich ausgenutzt haben und von Februar bis Juli 2018 - vor allem aber auch nach dem Tod ihres Arbeitgebers eine Vielzahl unberechtigter Überweisungen im Umfang von insgesamt 186.448,53 Euro auf ein extra von ihr dafür eingerichtetes Konto vorgenommen haben.

Geld für Wertpapiere, Autos und ein Grundstück

Von dem Geld soll die Frau Autos, Wertpapiere und das Grundstück ihrer Arbeitgeber gekauft haben. Das restliche Bargeld, so die Anklage, habe sie für Glücksspiel verwendet.

Der Prozess beginnt am Montag, 29. August, um 9 Uhr am Landgericht Detmold, Strafkammer I.

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