Wald um "Bienen-Schmidt" wird zur Sperrzone

Nach Exzessen der Vergangenheit sind am Himmelfahrtstag alle Wege zum Ausflugslokal dicht

Von Wolfgang Becker

Kein Weg führt zu

"Bienen-Schmidt" - © Lage
Kein Weg führt zu "Bienen-Schmidt" (© Lage)

Lage-Hörste. Wer seinen "Vatertags"-Ausflug zu "Bienen-Schmidt" plant, muss umdisponieren. Polizei und Ordnungsbehörde riegeln Christi Himmelfahrt das Gelände rings um die Gaststätte großräumig ab.

In den vergangenen Jahren hat auf dem Gelände vor der beliebten Gaststätte das reinste Chaos geherrscht. Mitten im Wald benutzten einige der überwiegend jungen Ausflügler Ein-Weg-Grills, kippten später die zum Teil noch glühende Asche ins Unterholz, warfen Müll und Flaschen in rauen Mengen ins Gebüsch und schreckten auch nicht davor zurück, Einbrüche in Wochenendhäuser zu begehen, um an Mobiliar für spontane Freiluft-Feten zu kommen, bei denen oftmals reichlich dem Alkohol zugesprochen wurde. Der Inhaber von "Bienen-Schmidt" selbst hatte einen privaten Sicherheitsdienst engagiert, um seine Gäste von den vor seinem Lokal campierenden Massen zu trennen.

Margarete Wißmann und Dr. Matthias Wendtland an einer der Absperrungen. "Der Wald ist zum Erholen da und nicht zum Randale machen", sagen sie. - © Foto: Becker
Margarete Wißmann und Dr. Matthias Wendtland an einer der Absperrungen. "Der Wald ist zum Erholen da und nicht zum Randale machen", sagen sie. (© Foto: Becker)

In diesem Jahr soll alles anders werden: "Bienen-Schmidt" bleibt geschlossen, und der Wald ringsum wird Sperrzone. Damit trägt die Ordnungspartnerschaft den Bitten privater Waldbesitzer Rechnung, die in der Vergangenheit in besonderem Maße unter Sachbeschädigungen und Vandalismus zu leiden hatten. "Anders als mit den jetzt anstehenden Maßnahmen ist den Exzessen nicht Herr zu werden", sind sich die Leiterin der Ordnungspartnerschaft, Margarete Wißmann, und der Leiter der Polizeiwache Lage, Dr. Matthias Wendtland, einig.

Wanderer, die am kommenden Donnerstag am Stapelager Berg unterwegs sind, werden großräumig um "Bienen-Schmidt" herum geführt. An acht Info-Punkten kann man sich über Alternativen informieren. Polizei und Mitarbeiter der Ordnungsbehörde der Stadt Lage überwachen den ganzen Tag lang die Vollsperrungen zwischen Marienfelder Weg (Birkenallee), Währentuper Straße und Hermannsweg.

Wer trotzdem versucht, quer durch den Wald zu dem früheren inoffiziellen Festgelände zu gelangen, muss mit einem Strafverfahren rechnen.

20 Sperren sollen den Zutritt verhindern

Der Bauhof stellt insgesamt 20 Sperren an Wegen und Zufahrten auf. Von der Südworthstraße kann das Areal nicht betreten werden, ebenso ist die Verbindung von der Freibadstraße unterbrochen. Am Marienfelder Weg, im Volksmund besser bekannt als "Birkenallee", befinden sich drei Absperrungen. Während am mittleren Ring Mitarbeiter der Ordnungsbehörde über das Betretungsverbot wachen, versehen im inneren Ring ausschließlich Polizeikräfte diese Aufgabe.

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