Brasseler baut Stammsitz weiter aus

Medizintechnik-Spezialisten erweitern Nutzfläche um 6400 Quadratmeter

Thomas Reineke

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Stetiges Wachstum: Das Modell zeigt die Entwicklung der Firma Gebr. Brasseler am Trophagener Weg von dem Komplex Ende der 1960er Jahre bis heute. Im Hintergrund ist die für dieses Jahr geplante Expansion zu erkennen. Zjunächst wird nur ein Komplex realisiert, an 2020 könnte ein ebenso großer Zwillingsbau entstehen. Skizze: privat
Stetiges Wachstum: Das Modell zeigt die Entwicklung der Firma Gebr. Brasseler am Trophagener Weg von dem Komplex Ende der 1960er Jahre bis heute. Im Hintergrund ist die für dieses Jahr geplante Expansion zu erkennen. Zjunächst wird nur ein Komplex realisiert, an 2020 könnte ein ebenso großer Zwillingsbau entstehen. Skizze: privat

Lemgo. Einer der größten Arbeitgeber der Stadt baut seinen Stammsitz aus. Ab Sommer erweitert die Firma „Gebr. Brasseler GmbH & Co. KG“ ihr Werk am Trophagener Weg um einen Komplex mit 6400 Quadratmetern Nutzfläche.

Die weltweit verkaufenden Medizintechnik-Spezialisten werden in diesem und im nächsten Jahr zusammen etwa 30 Millionen Euro in Lemgo, darunter 15 Millionen in das neue Gebäude, investieren. „Wir fühlen uns hier sehr wohl. 95 Prozent unserer Mitarbeiter wohnen in einem Radius von zehn Kilometern um Lemgo“, sagt Brasseler-Geschäftsführer Reinhard Hölscher. „Dazu haben wir hier ein sehr gutes Verhältnis zu den Nachbarn.“ Einer davon, Fritz Köster von der Lippe Agrar Handelsgesellschaft, gestattet beispielsweise den Baustellenverkehr über sein Grundstück. Ebenso wie die Landeskirche und die Stadt. Somit kann das Material für den dreigeschossigen Komplex ab Sommer über die Straße „Am Wasserturm“ angeliefert werden und stört nicht die Abläufe auf dem restlichen Firmengelände.

Seit Anfang dieser Woche hat Brasseler 80 Stellflächen auf dem ehemaligen Schlachthof am Steinweg angemietet. Da der Neubau auf einem zuletzt als Firmenparkplatz genutzten Grundstück entsteht, muss übergangsweise Ersatz geschaffen werden. Begonnen hat bereits die ebenso für den Neubau nötige Umsiedlung des Wertstoffhofs auf dem Firmengelände.

Ab Frühjahr wird Brasseler zudem eine jetzt noch als Acker genutzte Fläche hinter der firmeneigenen Parkpalette am Trophagener Weg schottern lassen. Hier sollen 120 Stellflächen für Autos entstehen. Sobald diese Fläche fertig ist, parken die Brasseler-Mitarbeiter dort und nicht mehr am Schlachthof. Die Zufahrt erfolgt über dieselbe wie für die Parkpalette. Die Einfahrt befindet sich schräg gegenüber der Hauptverwaltung.

Die etwa 13.000 Quadratmeter große Ackerfläche hinter der Palette hat Brasseler erworben – auch vor dem Hintergrund künftiger möglicher Expansionen. Doch jetzt geht es in erster Linie um den neuen Komplex am östlichen Ende des Firmengrundstücks. Dieser soll ab Sommer in die Höhe wachsen und im November 2016 bezogen werden, wünscht sich Hölscher.

Gedacht ist der Neubau für eines der jüngsten Geschäftsfelder der 92 Jahre alten Firma: den Bereich „Custom made“. Dessen Mitarbeiter erfüllen spezielle Kundenwünsche von Großabnehmern. In dieser Highend-Produktion – zum Beispiel von hochwertigen Zahnimplantaten – sieht Hölscher große Wachstumschancen für Brasseler.

Mit dem Neubau könnte der Bereich mittelfristig um 50 Prozent wachsen und damit 15 Prozent des Gesamtgeschäfts von
Brasseler ausmachen. Durch den Umzug von „Custom made“ Ende 2016 bekommt zudem die Abteilung
„Medical“ mehr Platz. Dahinter stehen Produkte, die Chirurgen oder Orthopäden benötigen – zum Beispiel Sägeblätter oder Spiralbohrer.

Den mit Abstand meisten Umsatz werden die Lemgoer aber auf lange Sicht weiter mit der Herstellung von Zahninstrumenten – zum Beispiel von Bohrern in allen erdenklichen Varianten – unter dem Markennamen „Komet“ einfahren.

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