Schüler schnuppern in die Arbeit von Chemikern hinein

Yvonne Glandien

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Experimentieren: Alina Schilder, Marie Schmitt, Luisa Gaßmann, Mieke Köder und Johanna Hoppe bauen eine Glasapperatur für die nächsten Versuche zusammen. - © Glandien
Experimentieren: Alina Schilder, Marie Schmitt, Luisa Gaßmann, Mieke Köder und Johanna Hoppe bauen eine Glasapperatur für die nächsten Versuche zusammen. (© Glandien)

Lemgo. Wie wird eigentlich Kleber hergestellt und welche Verbindung riecht wie Nagellack? Ein Chemieworkshop am MWG geht diesen Fragen auf den Grund.

Für besonders begabte Schüler veranstalten Schulen aus dem Netzwerk Begabtenförderung OWL Workshops aus den unterschiedlichen Fachbereichen. Ob Theater, Kunst, Radio oder Naturwissenschaften – die Schüler können sich für einen Kursus ihrer Wahl anmelden.

Das Netzwerk Begabtenförderung OWL setzt sich unter der Leitung der Bezirksregierung Detmold aus 20 weiterführenden Schulen zusammen. In dieser Form findet das Workshop-Projekt zum ersten Mal statt.

„Für die Kurse setzen sich die Teilnehmer zu etwa einem Drittel aus der eigenen Schule und zwei Dritteln von außerhalb zusammen“, erklärt Judith Brinkmann, Ansprechpartnerin für Begabtenförderung am MWG.

In dem Chemie-Workshop „Von Rumaroma, PET bis Nylon – alles die gleiche Chemie“, der gestern und heute am MWG stattfindet, finden sich neben fünf Lemgoer Achtklässlern auch elf aus Paderborn, Barntrup, Horn-Bad Meinberg und anderen Orten.

Die Schüler haben zunächst mit Reagenzglasversuchen Aromastoffe selbst hergestellt und diese anhand des Geruchs Kategorien zugeordnet. Später durften sie große Glasapparaturen zusammenbauen, um darin Kunststoffe herzustellen. „Auch ein Theorie-Teil gehört dazu, in dem sich die besonders Begabten hervortun können“, erzählt Olaf Göke, Chemielehrer und Workshopleiter. Der Fokus liege aber auf der praktischen Arbeit.

Heute geht es für die Schüler ins Chemielabor in der Hochschule OWL. Dort werden sie mehr über die Kunststoffproduktion erfahren. „Für die Schüler ist das eine Möglichkeit, Arbeitsweisen kennenzulernen, die sonst der Oberstufe vorbehalten sind. Sie können so einen Einblick darin gewinnen, was für Möglichkeiten es in dem Bereich gibt“, berichtet Olaf Göke.

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