Vorarbeiten für Umgestaltung starten: In der Mittelstraße geht's jetzt rund

Till Brand

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Maschinen rücken an: Noch läuft das „Vorgeplänkel" zur Großbaustelle Fußgängerzone – hier ziehen Patrick Barkei (links) und Julien Burchard Kabelkanäle für die Ersatzbeleuchtung in der Mittelstraße. Im Hintergrund fährt bereits ein Radlader vor. In der kommenden Woche schlägt die Stunde der Baggerführer – dann wird der alte Kanal ausgegraben. - © Till Brand
Maschinen rücken an: Noch läuft das „Vorgeplänkel" zur Großbaustelle Fußgängerzone – hier ziehen Patrick Barkei (links) und Julien Burchard Kabelkanäle für die Ersatzbeleuchtung in der Mittelstraße. Im Hintergrund fährt bereits ein Radlader vor. In der kommenden Woche schlägt die Stunde der Baggerführer – dann wird der alte Kanal ausgegraben. (© Till Brand)

Lemgo. In diesen Tagen können sich die Lemgoer in der westlichen Mittelstraße einstimmen lassen auf die kommenden Monate, nein Jahre. Ab nächster Woche werden die ersten Abschnitte des alten Kanals aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ausgegraben. Arbeiter haben begonnen, Ersatzlampen zu installieren und Leitungen zu überbrücken.

So fließt das Abwasser, das von Osten her die Mittelstraße herunterkommt, ab der Dünnebierstraße schon nicht mehr auf alter Trasse. „Wir pumpen es in einen Seitenkanal", erklärt Klaus Hagemeister, Bauleiter auf Seiten der Stadt. Nur so kann der Bagger das alte, marode Hauptrohr heraus reißen und Ersatz verlegen.

Zuvor soll aber nach Möglichkeit das alte Pflaster gerettet werden, um es andernorts zu verwenden. „Die Steine liegen in einem Mörtelbett, wir müssen noch schauen, wie viele beim Ausbau Schaden nehmen", sagt Hagemeister.

Daraufhin steigt die Stadt als erstes in die Baugrube – in Sachen Kanalbau. Fünf Meter am Tag sind das Ziel. Insgesamt misst der erste Bauabschnitt, der für 2016 auf dem Plan steht, etwa 170 Meter. Sobald die Kanalbauer etwa 50 Meter vorgerückt sind, folgt eine zweite Kolonne, so Hagemeister zum Ablauf. Sie erneuert zunächst auf der Nordseite der Mittelstraße Hausanschlüsse.

Anschließend ist nach Angaben von Patrick Gleim von den Stadtwerken der Energieversorger dran, um die Gas-, Wasser- und Fernwärmeleitung zu erneuern. Bei letzterer geht es richtig zur Sache – sind die Häuser an der Mittelstraße doch bislang durch die Gärten angeschlossen, was bei Reparaturen schon mal Schwierigkeiten macht. Daher ziehen die Stadtwerke ein neues Rohr durch die Mittelstraße.

Zwischen Dünnebierstraße und Lippegarten beginnt in diesen Tagen der Umbau der Mittelstraße. - © Till Brand
Zwischen Dünnebierstraße und Lippegarten beginnt in diesen Tagen der Umbau der Mittelstraße. (© Till Brand)

Bei den übrigen stellen die Stadtwerke von zwei parallelen Versorgungsleitungen auf eine um – „weniger störungsanfällig", urteilt Gleim. Ebenfalls in den Boden kommen Leerrohre für das Kabelnetz – und, damit die Telekom später Glasfasern einziehen kann.

In diesen Tagen verschwinden, ebenso wie Briefkästen, Bänke, Poller und Telefonsäulen, die Standlaternen – sie sollen durch Fassadenlampen ersetzt werden. Für die Beleuchtung in der Bauphase installieren die Elektriker fünf Varianten an den Häusern – so können die Politiker noch ein Modell auswählen. Ist im Untergrund alles getan, wird von der Mittelrinne aus gepflastert. Mitte November ist Schluss, egal, wie das Wetter ist. Das Weihnachtsgeschäft der Händler soll nicht gestört werden. Sollte der Bauabschnitt nicht fertig sein, wird er provisorisch geschlossen.

Laut Aussage von Petra Hilker, die im Energie- und Umweltzentrum an der Mittelstraße als Ansprechpartnerin für die Maßnahme sitzt, wird in den nächsten Tagen die erste Bauzeitung verteilt.

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