Lemgo setzt sich am Tag der Städtebauförderung für Fußgängerzone ein

Baustellen-Gespräche auf dem roten Sofa

Laura Idel

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Auf dem roten Sofa: Berit Weber und Markus Baier (Zweiter von rechts) von der Stadt sprechen mit Gerd Wehleit (Zweiter von links) und Jürgen Hannemann über die Baustelle. - © Laura Idel
Auf dem roten Sofa: Berit Weber und Markus Baier (Zweiter von rechts) von der Stadt sprechen mit Gerd Wehleit (Zweiter von links) und Jürgen Hannemann über die Baustelle. (© Laura Idel)

Lemgo. In der Fußgängerzone ist am Wochenende einiges los gewesen. Zahlreiche Bewohner und Besucher Lemgos nutzten die Gelegenheit, sich über die Großbaustelle in der Mittelstraße zu informieren.

Zum bundesweiten Tag der Städtebauförderung hatte die alte Hansestadt ein buntes Programm unter dem Motto „Schau(B)austelle Mittelstraße" auf die Beine gestellt. Nach dem musikalischen Auftakt am Freitagabend gab es am Samstag und Sonntag allerlei Aktionen rund um das Thema Stadtsanierung.

Auf einem roten Sofa am Lippegarten etwa luden Stadtplanerin Berit Weber und Geschäftsbereichsleiter Markus Baier zum Gespräch ein. „Wir möchten bei den Lemgoern Verständnis für die Baustelle hervorrufen und gute Stimmung verbreiten", erklärte Baier. Die Fußgängerzone stammt aus den 70er Jahren, wie Weber berichtete. „Überall ist unterschiedlicher Pflasterbelag, und es gibt keine Barrierefreiheit", nannte sie einen Grund für die Arbeiten. Dieses Jahr soll der erste Abschnitt bis zur Höhe Dünnebierstraße fertig werden.

Die Lemgoer Gerd Wehleit und Jürgen Hannemann sehen die Modernisierung der Fußgängerzone als notwendig an. „Diese Maßnahme ist schon lange erforderlich", so Wehleit. Hannemann stimmte zu: „Besser, es wird jetzt langfristig was gemacht, als dass immer wieder Schlaglöcher ausgebessert werden." Allerdings störe die Baustelle auch teilweise, sagte Wehleit. Die Wege seien versperrt und Fußgänger müssten aufpassen, wo sie hinträten. Insgesamt herrsche aber eine positive Stimmung, sagte Berit Weber. Zwischen Einzelhändlern und Baufirma gebe es kaum Probleme.

Neben dem roten Sofa gab es über den Tag verteilt Vorträge zum Thema Sanierung in Lemgo, Stadtführungen sowie eine historische Ausstellung. Der Nachwuchs tobte sich auf einer Kinderbaustelle aus: Im Sand buddeln, Bagger fahren oder Gebäude aus Holzstöckchen bauen – das Angebot kam gut an. Laut Wolfgang Jäger, Geschäftsführer von Lemgo Marketing, waren teilweise bis zu 40 Kinder gleichzeitig vor Ort. Auch Clownin Louisa sorgte mit ihrem Bauchladen in der Fußgängerzone für Spaß.

Am Samstagabend präsentierte das Ensemble Volans ein eigens für die Mittelstraße komponiertes Stück. Den Abschluss bildete am Sonntagvormittag ein gemütlicher Frühschoppen im Lippegarten mit Musik der Band Insane.

Wolfgang Jäger zog am Sonntagnachmittag eine erste positive Bilanz: Vor allem der Samstag habe viele Besucher angezogen: „Die Mischung aus Information und Unterhaltung kam gut an. Das Wetter war perfekt", so Jäger. Die Veranstaltung habe die Identifikation der Lemgoer mit der Großbaustelle gestärkt. „Insgesamt eine runde Sache."

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