Oldtimerpark soll bis zum Winter stehen

Neue Unterstellmöglichkeiten an der Herforder Straße – ein Clubraum fördert die Gemeinschaft

Till Brand

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Horst Selbach, Bodo Lorenz, Joachim Weege, Klaus Wehrmann und Andreas Hagemann (von links) sind allesamt Liebhaber alter Autos. Jetzt treten sie als Investoren auf und bauen einen Oldtimerpark an der Herforder Straße. - © Foto: Brand
Horst Selbach, Bodo Lorenz, Joachim Weege, Klaus Wehrmann und Andreas Hagemann (von links) sind allesamt Liebhaber alter Autos. Jetzt treten sie als Investoren auf und bauen einen Oldtimerpark an der Herforder Straße. (© Foto: Brand)

Lemgo. Neben dem Autohaus Weege entsteht an der Herforder Straße ein Oldtimerpark. Eine Investorengesellschaft aus fünf Lemgoern steckt einen siebenstelligen Euro-Betrag in das Projekt, das aus Unterstellboxen, Reparaturservice und Clubräumen besteht. Noch vor dem Winter sollen die Garagen bezugsfertig sein, hofft das Quintett.

Joachim Weege, Inhaber des Autohauses nebenan, Ex-Sparkassendirektor Horst Selbach, Architekt Bodo Lorenz, Maschinenbauingenieur Klaus Wehrmann und Steuerberater Andreas Hagemann eint eine Leidenschaft: alte Autos. Doch wie Horst Selbach weiß: Manchmal sind Oldtimer ein einsames Hobby. Viele Fahrzeuge stünden in heimischen Garagen, würden unter Umständen nur wenige Male im Jahr herausgeholt – und dann müsse es bei Freunden oder Bekannten auch zeitlich passen, damit man gemeinsam dem Hobby nachgehen könne – etwa bei einer Ausfahrt.

Information
Garage mit Strom und Wasser

Das Gelände, auf dem der Oldtimerpark an der Herforder Straße neben Ford Weege entsteht, ist 2500 Quadratmeter groß – davon wird etwa die Hälfte bebaut. Geplant sind 13 Boxen mit jeweils 50 bis 85 Quadratmeter Größe, die einen Strom- sowie Wasseranschluss haben. Zehn weitere Stellplätze sind in einer Gemeinschaftshalle vorgesehen. Ein Clubraum samt Außenanlage wird ebenso geschaffen wie einige Parkplätze für Mieter und Gäste. Für den Service, den Oldtimerbesitzer für ihre Schätzchen benötigen, zeichnet optional das Autohaus Weege verantwortlich. Reparaturen, Pflege, Hauptuntersuchungen, Lackarbeiten, Vermarktung und Abschleppservice sind unter anderem im Programm. (tib)

Die Gesellschafter der neu gegründeten Oldtimerpark Lemgo GbR wollen das ändern. Neben Ford Weege nimmt ihr Projekt in diesen Wochen Formen an. Am Ende sollen auf insgesamt 1250 Quadratmetern bebauter Fläche 13 große Boxen zu finden sein, in denen die stolzen Besitzer von Old- und Youngtimern ihre Wagen unterstellen können. Denn, wie Andreas Hagemann weiß: „Wir haben nicht gerade ein platzsparendes Hobby. Schon mit dem ersten Oldtimer geht die Frage los, wer denn die heimische Garage im Gegenzug zu räumen hat?" So besitzen Oldtimerfahrer im Durchschnitt mehr als drei Fahrzeuge.

Doch es geht nicht nur um den Raum. Darüber hinaus will die Gesellschaft nach Anhaben von Joachim Weege etwas für die Kommunikation in der Szene tun. Neben den Boxen, die durch eine Gemeinschaftshalle ergänzt werden, sind Clubräume samt Außenanlage vorgesehen. Treffen, gemeinsame Unternehmungen sind – nach einer Phase des Beschnupperns – geplant.

In Lage hat die Idee schon zum Bau eines Oldtimerparks geführt – jetzt folgt das Projekt in Lemgo. Und es hat eingeschlagen. Nach Worten von Bodo Lorenz und Klaus Wehrmann sind jetzt, wo gerade einmal an den Fundamenten gearbeitet wird, bereits 80 Prozent der Stellplätze per Mietvertrag vergeben. „Allein wegen Mund-zu-Mund-Propaganda", freut sich Hagemann. „Es sind einfach mehr Oldtimer auf den Straßen unterwegs, als man denkt."

Als Partner in Sachen Technik ist das Autohaus Weege mit im Boot, um bei TÜV, Wartung und Reparaturen zu helfen. Im Frühjahr soll es einen Tag der offenen Tür geben.

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