Rotary Club unterstützt Deutsch-Treffs für Flüchtlinge

Tobias Schneider

Förderung für die Flüchtlingshilfe: (hinten, von links) Andreas Schmuck, Prof. Dr. Lucia Mühlhoff, Dr. Thomas Richter, Rudolf Westerheide und Jörg Pohlmann vom Rotary Club Lemgo-Sternberg mit Dagmar Begemann, Lerngruppenteilnehmern, Ehrenamtlichen und weiteren Unterstützern. - © Tobias Schneider
Förderung für die Flüchtlingshilfe: (hinten, von links) Andreas Schmuck, Prof. Dr. Lucia Mühlhoff, Dr. Thomas Richter, Rudolf Westerheide und Jörg Pohlmann vom Rotary Club Lemgo-Sternberg mit Dagmar Begemann, Lerngruppenteilnehmern, Ehrenamtlichen und weiteren Unterstützern. (© Tobias Schneider)

Lemgo. Die neuen Vokabelkenntnisse nützen nichts, wenn man sie nicht ausprobieren kann. Dabei helfen Sprachtreffs und Lerngruppen. Für diese Angebote der kirchlichen Flüchtlingshilfe gibt der Rotary Club Lemgo-Sternberg gemeinsam mit internationalen Partnern 47.000 Euro.

Bei einem Besuch in der evangelisch-reformierten Gemeinde St. Pauli haben sich Club-Präsident Rudolf Westerheide und weitere Mitglieder jetzt ein Bild von der Entwicklung ihres Projekts gemacht. Die Angebote ergänzen die Integrationskurse von Bildungsträgern wie der Volkshochschule.

Schwerpunkt ist das Wiederholen des Gelernten und das gemeinsame Sprechen. Die Gruppen seien als zusätzliche Förderung gedacht, erläuterte Dagmar Begemann, Koordinatorin der Flüchtlingshilfe. Das Erlernen der deutschen Sprache sei ein wichtiger Schlüssel zur Integration. „Für den Lernfortschritt ist es hilfreich, wenn man das Gelernte im Alltag praktisch anwenden kann", erklärte sie das Konzept. „Die Teilnehmer festigen ihre Kenntnisse, indem sie miteinander reden."

Information
Internationale Kooperation

Das Hilfsprojekt des Rotary Clubs Lemgo-Sternberg ist ein sogenanntes Global-Grant-Projekt. Laut Präsident Rudolf Westerheide wird es international unterstützt durch den befreundeten Club Roermond Maas en Roer aus den Niederlanden und die Rotary Foundation. Beim Besuch im Mehrgenerationenhaus lobte Westerheide unter anderem das herausragende Engagement der freiwilligen Helfer. „Es ist großartig, dass sich die Ehrenamtlichen auch über einen längeren Zeitraum für die Flüchtlinge einsetzen."

Von Montag bis Freitag gibt es in der Echternstraße und an weiteren Standorten in Lemgo etwa zehn offene Sprachtreffs und Lerngruppen. Während in Letzteren das Üben von Grammatik und Vokabeln im Fokus steht, sind die Sprachtreffs lockerer. „Hier lernen die Flüchtlinge beim gemeinsamen Kochen oder Spielen."

Das Geld wird unter anderem für Bücher und Arbeitsblätter benötigt. Alle Sprachangebote innerhalb des Projektes werden von Ehrenamtlichen gestaltet, die vorher von einer Fachkraft geschult wurden. „In den Gruppen tauschen sich die Teilnehmer über Alltagsthemen aus, etwa über die Wohnungssuche, Wegbeschreibungen oder das Einkaufen", erklärte die zuständige Ansprechpartnerin Ahlam Elwahabi.

Das Projekt soll etwa eineinhalb Jahre laufen. Gestartet ist es im September 2016. Dagmar Begemann zog jetzt eine positive Zwischenbilanz. Die Angebote würden gut von den Flüchtlingen angenommen. Jede Woche setzten sich 35 Lemgoer ehrenamtlich dafür ein. Auch die Flüchtlinge zeigten sich zufrieden: „Die Gruppe hilft gut", signalisierten sie.

Die Flüchtlingshilfe freut sich über weitere Ehrenamtliche. Informationen unter www.mehrgenerationenhaus-lemgo.de

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