Lemgoer Sporttag bietet alles zwischen Karate und Parkour

Daniel Hobein

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Die Parkour-Sportler des TBV Lemgo zeigen beim Sporttag, dass sie für ihre Übungen nur wenige Hilfsmittel, dafür aber eine gute Körperbeherrschung brauchen. - © Daniel Hobein
Die Parkour-Sportler des TBV Lemgo zeigen beim Sporttag, dass sie für ihre Übungen nur wenige Hilfsmittel, dafür aber eine gute Körperbeherrschung brauchen. (© Daniel Hobein)

Lemgo. Beim Lemgoer Sporttag sind Besucher und Aktive gesprungen, haben getanzt oder sich mit ganzem Körpereinsatz bewegt. An den zwölf Stationen in den Hallen der Karla-Raveh-Gesamtschule wurde die Bandbreite der Sportangebote sichtbar.

Für Stefan Krause und seine Kollegen vom Verein Dojo Lemgo/Lippe war die Teilnahme am Samstag ein Pflichttermin. „Wir waren sofort dabei, als die Anfrage vom Stadtsportverband kam“, sagte das Vorstandsmitglied des Kampfsportvereins, während seine Sportler den Besuchern Karate, Ju-Jutsu und den traditionellen Schwertkampf näher brachten. In den vergangenen Jahren habe man gute Erfahrungen gemacht. „Die Rückläuferquote ist gut“, zog er eine positive Bilanz. Denn selbst wenn vor Ort nur wenige Besucher direkt den Mitgliedsantrag unterschrieben, ist nach Einschätzung von Stefan Krause die Wirkung für die Vereine immens: „Messbar sind die Ergebnisse solcher Veranstaltungen erst nach einiger Zeit“, zeigte er sich überzeugt.

Das glaubt auch Hans Pawlowski, Vorsitzender des Stadt-sportverbandes: „Viele Leute wissen gar nicht, was wir für tolle Sportangebote in Lemgo haben“, betonte er. Bei Wettbewerben in den Bereichen Kricket oder Kunstradfahren spielen die Vereine aus der alten Hansestadt bundesweit und sogar international eine Rolle. „Die Vielfalt der Angebote wollen wir noch mehr in die Köpfe der Menschen bekommen.“

Während im hinteren Teil der Sporthalle die Fahrerinnen und Fahrer des RSV Tempo Lieme auf dem Kunstrad ihre Runden drehten, sprangen unmittelbar unter der Empore die Parkour-Sportler des TBV Lemgo über die Hindernisse. Egal ob am Turnbock, dem klassischen Kasten oder am Reck: Mit viel Elan hüpften die meist jungen Männer über alle Barrieren, die sie sich selbst in den Weg gestellt hatten.

„Noch vor Jahren ist diese Art der Bewegung von einigen belächelt worden“, sagte Hans Pawlowski. „Inzwischen umfasst alleine die Parkour-Sparte des TBV Lemgo rund 120 Sportler.“ Der Sporttag sei deswegen eine gute Möglichkeit, solchen Sportarten eine Bühne zu bieten.

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