Bewohner des Biesterberg-Hochhauses fordern Enteignung

Till Brand

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Die Menschen vom Biesterberg demonstrieren vor dem Rathaus. - © Till Brand
Die Menschen vom Biesterberg demonstrieren vor dem Rathaus. (© Till Brand)

Lemgo. Die Mieterinitiative Biesterberg hat am Montagabend ihrem Ärger Luft gemacht: Dutzende Bewohner des blauen Hochhauses und der Siedlung marschierten am Marktplatz auf, um ihren Forderungen im Vorfeld der Ratssitzung Nachdruck zu verleihen. Wie Arthur Gubar von der Mieterinitiative betont, möchten die Menschen vom Biesterberg, dass die Stadt für die Anwalts- und Verfahrenskosten der Bewohner gegenüber ihrem Vermieter bürgt, „da viele Anwohner sich aufgrund drohender finanzieller Belastungen rechtliche Auseinandersetzungen nicht leisten können".

Neben der Reparatur beziehungsweise Sanierung von Schimmelbefall & Co. bringt die Mieterinitiative sogar eine Enteignung mit Berufung auf das Grundgesetz ins Spiel. Seit dem Wochenende kocht das Thema bundesweit: In Berlin läuft ein Volksbegehren mit dem Ziel der Enteignung großer Wohnungskonzerne. Grünen-Chef Robert Habeck hatte dem Vorschlag vorsichtig zugestimmt und so einen Sturm der Entrüstung provoziert.

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