Gold im zweiten Anlauf: Jürgen Schöttker kann wieder lachen!

Till Brand

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Endlich zufrieden: Jürgen Schöttker hat für seine "Scharfe Hexe" die Goldplakette abgeräumt. Im ersten Ablauf gab's nur Silber. - © Till Brand
Endlich zufrieden: Jürgen Schöttker hat für seine "Scharfe Hexe" die Goldplakette abgeräumt. Im ersten Ablauf gab's nur Silber. (© Till Brand)

Lemgo. November 2018: Silber für seinen neuen Kräuterschnaps mit dem Hauch Chili, die „Scharfe Hexe": Für Lemgos Spirituosenfabrikant Jürgen Schöttker war die Preisverleihung der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) im vergangenen Herbst trotz Edelmetall eine Klatsche.

Schöttkers Wacholder und andere Liköre sowie Brände tragen regelmäßig Gold, bekräftigt der Lemgoer. Und dann das: Silber für die Hexe? Jürgen Schöttker wollte das nicht auf sich sitzen lassen. Ein halbes Jahr nach dem Schnaps-Test hat der Hersteller die „Scharfe Hexe" erneut bei der DLG zur Prüfung angemeldet. „Mit unveränderter Rezeptur – die ist doch gut so", sagt Schöttker, der mehrfach probiert hatte, ob das geheime Rezept, von dem lediglich Kirsche, Zwetsche und Chili verraten sein sollen, noch Verbesserungspotenzial berge.

Schöttker kam zu dem Ergebnis: nein! Bleibt so! Und, siehe da: Der nun mit dem Test beauftragten DLG-Mannschaft mundete die „Scharfe Hexe" deutlich besser als der Jury vom November: Nach 94 Punkten (einen halben an Gold vorbei) freut sich Schöttker im Mai 2019 über klar Gold mit rekordverdächtigen 98,75 Punkten. Produziert der Lemgoer im Rembken seine Getränke, geschieht dies übrigens in 200- oder 800-Liter-Mischbottichen. Die Rezeptur muss dafür extra hochgerechnet werden, denn die Feinabstimmung (natürlich Chefsache...) nimmt Schöttker in kleinen Liter-Einheiten vor. Hiervon eine Prise, dann davon, wieder und wieder schmeckt Schöttker ab. Bei der „Scharfen Hexe" hat das jetzt ein Ende. „Gold" hat nun mindestens für zwei Jahre Bestand.

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