Zu Tode gequälte Katze: Peta verdreifacht Belohnung

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Symbolbild. - © Pixabay
Symbolbild. (© Pixabay)

Lemgo-Wahmbeckerheide. Im Fall der gequälten und getöteten Katze erhöht die deutschlandweit tätige Tierschutzorganisation Peta die Belohnung für Hinweise auf 1500 Euro. Bislang hatte eine Privat-Initiative demjenigen 500 Euro versprochen, der helfen kann, den oder die Täter zu schnappen.

Nun nimmt sich Peta, bekannt für verdeckte Ermittlungen und teils geheime Tierbefreiungsaktionen, der Sache an. Wie berichtet, war der Katze nach Angaben des behandelnden Tierarztes im Mai in Wahmbeckerheide ein Holzstab durch den Kopf gerammt worden, möglicherweise mit einer Art Bogen. Die Katze wurde schwer verletzt am 10. Mai gefunden, der Veterinär geht aber davon aus, dass sie sich zu diesem Zeitpunkt schon Tage mit starken Schmerzen herumgeschleppt haben muss.

Aussagen werden vertraulich behandelt

Das Tierheim Detmold hat Anzeige erstattet und nimmt Hinweise unter 05231-24468 entgegen. Aber auch PETA stellt seine Hotline nun zur Verfügung, und zwar unter 0152-07373341. Auf Wunsch werden die Aussagen gegenüber Peta vertraulich behandelt, heißt es weiter. Dass die Organisation die Belohnung aufstocke, sei nicht ungewöhnlich, schreibt Judith Pein im Namen von Peta. „Wir setzen regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen." Gerade Katzen würden dabei immer wieder „Opfer von brutalen Tierquälern", sagt die Tierschutzaktivistin.

Tierquälerei ist eine Straftat

Bei der deutschlandweit tätigen Organisation gingen fast täglich Berichte über Fälle ein, in denen die Vierbeiner mit Luftdruckwaffen, Schrot oder Sportpfeilen beschossen, mit ätzenden Flüssigkeiten übergossen, getreten oder anderweitig misshandelt und getötet würden.

Das Leid, das der Katze in Lemgo angetan worden, sei unvorstellbar. „Der Täter muss gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden", bekräftigt Judith Pein. Tierquälerei sei kein Kavaliersdelikt, sondern eine Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes eine Straftat, die mit Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden könne.

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