Tierschützer protestieren in Voßheide gegen die Schliefenanlage

Astrid Sewing

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Ein verängstigter Fuchs. - © Vera Gerstendorf-Welle
Ein verängstigter Fuchs. (© Vera Gerstendorf-Welle)

Lemgo-Voßheide. Die Gegner der Schliefenanlage machen mobil. Sie demonstrieren am Samstag, 31. August, ab 15 Uhr. Die Bürgerinitiative „Schliefenanlagen schließen" und der Lagenser Tierschutzverein „Unsere Hände für viele Pfoten" rufen dazu auf, sich dem Protest in Voßheide anzuschließen.

Die Organisatoren haben 60 Personen für die Demonstration bei der Polizei angemeldet. Treffpunkt ist der Dorfplatz an der Voßheider Straße um 15 Uhr. Von dort aus geht der Demonstrationszug zur Schliefenanlage, an der die Kundgebung stattfindet.

Ausbildung für die Baujagd

Seit mehr als zwei Jahren versuchen die Initiativen alles, um die beiden Füchse aus der Schliefenanlage zu bekommen. Die Tierschützer erlangten die sofortige Schließung der Anlage, in der Teckel für die Baujagd ausgebildet werden. „Es ist für uns nicht akzeptabel, dass die Landesregierung NRW gleich zu Beginn eine Rolle rückwärts gemacht hat und trotz des von Johannes Remmel reformierten Jagdgesetzes – neben anderen tierschutzwidrigen Gesetzesänderungen – die Baujagd wieder zugelassen wurde", sagt Marianne Rautenberg, Vorsitzende des Tierschutzvereins „Unsere Hände für viele Pfoten". Auf ihrer Homepage konnte die Lagenserin die Demonstration übrigens nicht ankündigen, denn die Webseite wurde gehackt.

„Wir haben im Grundgesetz das Staatsziel Tierschutz festgeschrieben und fordern dessen bedingungslose Einhaltung für alle Tierarten und auch die Unterordnung des Jagdgesetzes unter das Tierschutzgesetz", ergänzt Michaela Latzel. Sie ist Gründungsmitglied der BI „Schliefenanlagen schließen".

Die Bürgerinitiative weist auf die dem Landrat und dem Petitionsausschuss NRW übergebene Petition hin, 8.000 Unterschriften waren in Lippe und um die 10.000 über die Tierrechtsorganisation Peta bundesweit gesammelt worden.

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