LZ-Kinderuni: So lernen Kinder mit Geld umzugehen

Erol Kamisli

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Mathematik muss nicht langweilig sein. In der Vorlesung wird reichlich gelacht. - © Torben Gocke
Mathematik muss nicht langweilig sein. In der Vorlesung wird reichlich gelacht. (© Torben Gocke)

Lemgo. Was haben Taschengeld und Steuern miteinander zu tun? Diese Frage hat Prof. Daniel Nordhoff vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der TH OWL vielen Jungen und Mädchen beantwortet, die zur zweiten Vorlesung der LZ-Kinderuni gekommen waren. „Wenn das Taschengeld für Süßigkeiten und Spielzeug ausgegeben wird, zahlt ihr auch Steuern an den Staat. Das ist die Mehrwertsteuer", sagt Prof. Nordhoff.

Kinder im Alter von zehn bis 13 Jahren hätten im Durchschnitt 32 Euro pro Monat zu freien Verfügung. Das Geld werde für Comics, PC-Spiele und Bücher ausgegeben. Insgesamt verfügten die Kinder in der Bundesrepublik, mit Taschengeld und Geldschenken, jährlich über eine Summe von drei Milliarden Euro.

Fotostrecke: LZ-Kinderuni: Kindern steht viel Geld zur Verfügung

„Die Zahl kann ich mir gar nicht vorstellen", sagt die 10-jährige Marie aus Lemgo. Sie bekomme drei Euro pro Woche und gebe keinen Cent aus, weil die Eltern ihr trotzdem alles bezahlten. Nebenan sitzen Sven und Lukas aus Detmold. „Wir bekommen 20 Euro im Monat. Das Geld wird für Bücher, Comics und Süßkram ausgegeben", sagen die Elfjährigen. Aber es sei interessant, dass sie mit der Mehrwertsteuer auf Schokolade den Straßenbau und die Renten finanzierten.

„Das ist nur eine der Steuern, die es in einem Staat gibt" , so Prof. Nordhoff. Eine andere sei die Einkommenssteuer: „Jeder, der arbeitet, bekommt dafür Geld. Einen Teil dieses Geldes muss er an den Staat abgeben." Durch die Steuern würden zum Beispiel Schulen finanziert: „Eure Lehrer, die Tische und Stühle, die Heizung – das alles kostet. Um das bezahlen zu können, braucht der Staat natürlich Geld."

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