Lemgo Marketing kritisiert Supermärkte scharf

Till Brand

  • 2
Lemgo Marketing kritisiert, dass die Lemgoer Supermärkte ihre Non-Food-Bereiche bisher nicht für Kunden abgesperrt haben. - © Symbolbild: Pixabay
Lemgo Marketing kritisiert, dass die Lemgoer Supermärkte ihre Non-Food-Bereiche bisher nicht für Kunden abgesperrt haben. (© Symbolbild: Pixabay)

Lemgo. In den Supermärkten sind trotz der Corona-Krise weiterhin alle Sortimente zugänglich, nicht nur Lebensmittel, die die NRW-Landesregierung ausdrücklich vom Verkaufsverbot ausgenommen hatte. Dabei hatte Lemgo anfangs nicht nur die Läden in der Innenstadt geschlossen, sondern auch die Geschäfte „auf der grünen Wiese" aufgefordert, sogenannte Non-Food-Bereiche für die Kunden abzusperren.

Non-Food-Bereiche in Supermärkten absperren

Das ist nach Beobachtung von Lemgo Marketing jedoch nicht passiert, wie Geschäftsführer Wolfgang Jäger kritisiert. Die Beschlüsse der Landesregierung seien an dieser Stelle lückenhaft und müssten nachgebessert werden. „Und die sogenannten Lebensmittelgeschäfte sollten von sich aus Verständnis für die aktuelle Situation zeigen", appelliert Jäger an die Supermärkte.

Denn, indem die Läden in der Fußgängerzone zwangsweise schließen mussten, sei eine „ungerechte und nicht vertretbare Situation gegenüber dem stationären Einzelhandel entstanden". Im Klartext: Aktionsware, jüngst etwa Gartenwerkzeug, oder Spielwaren werden in den großen Märkten weiter verkauft, derweil die inhabergeführten Geschäfte in der Stadt ihre Umsatzverluste mit aufwendigen Lieferdiensten nur zum kleinen Teil auffangen können.

Bei dem Verkaufsverbot gehe es aber darum, menschliche Kontakte zu reduzieren, um Ansteckungen zu vermeiden, mahnt Jäger. Daher sollten nur noch Lebensmittel und Drogerieartikel verkauft werden, meint er. Alles andere konterkariere die Bemühungen.

Neue Plattform für regionales und lokales Einkaufen

An den Start gegangen ist derweil eine neue Plattform für lokales beziehungsweise regionales Einkaufen bei den Lemgoer Gewerbetreibenden. Dafür verantwortlich zeichnet die Werbeagentur amm.

Seit Freitag können sich auf der Seite Gewerbetreibende und Dienstleister aus der alten Hansestadt und der Umgebung präsentieren – und zwar kostenlos, wie Agentur-Chef Axel Meier betont.

Die Bürger wiederum finden den direkten Kontakt zu den aus der Stadt bekannten Kaufleuten; viele bieten Gutscheine an, die sich später einlösen lassen. Als Online-Shop dient die Plattform nicht. Es werde laufend an der Plattform gearbeitet, die stetig wachse, betont Axel Meier.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2020
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

2 Kommentare
2 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!