Neue Schilder schränken Radverkehr in der Mittelstraße ein

Till Brand

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Die neuen Schilder sind montiert. - © Stadt Lemgo
Die neuen Schilder sind montiert. (© Stadt Lemgo)

Lemgo. „Schick", meint zumindest die Stadt, und vor allem eindeutig kämen die neuen Schilder in der Mittelstraße daher. In der Fußgängerzone sind Lieferverkehr und Fahrradfahren nun von 19 bis 11 Uhr erlaubt, außerhalb dieser Zeiten gehört das Feld alleine den Fußgängern, stellt die Verwaltung in einer Pressemitteilung klar. Wer dann mit einem Fahrrad unterwegs ist, müsse es schieben.

„Radfahrer, die sich nicht an diese Einschränkungen halten, werden schnell Geld los, ohne sich auf Lemgos Haupteinkaufsstraße etwas zu gönnen", warnt die Stadt. Der Bußgeldkatalog sehe für dieses Vergehen immerhin ein Bußgeld von mindestens 25 Euro vor. Vor einem Jahr hatte das noch etwas anders geklungen: Seinerzeit hatte die Stadtverwaltung vorgeschlagen, das Radfahren in der Mittelstraße rund um die Uhr zu erlauben, allerdings nur in Schrittgeschwindigkeit.

Mit diesem Vorschlag konnte sich das Bauamt allerdings seinerzeit bei den Kommunalpolitikern nicht durchsetzen – auch die lippische Gruppe im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) trat für das nun umgesetzte Fahren parallel zum Lieferverkehr, nicht aber rund um die Uhr, ein.

„Durch die identischen Zeiten für den Liefer- und den Radverkehr konnten die Kollegen von ,Straßen und Entwässerung Lemgo‘ ein sehr übersichtliches und dadurch eindeutiges Design für die Schilder wählen", meint nun Lemgos Geschäftsbereichsleiter Stadtplanung und Bauen, Markus Baier. Das sei für alle Verkehrsteilnehmer sehr praktisch, weil es so keinen Schilderwald gebe. Dieses Argument war unter anderem auch in der Diskussion vor einem Jahr von der Politik gekommen. Eine Ausnahme gibt es: Die Querung Hafer-/Kramerstraße dürfen Radfahrer zu allen Zeiten nutzen, müssen dabei allerdings auf die Fußgänger in der Mittelstraße achten.

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