Salzufler soll "Phantomautos" im Internet angeboten haben

veröffentlicht

  • 0
Der mutmaßliche Betrüger muss sich vor Gericht verantworten. - © Pixabay
Der mutmaßliche Betrüger muss sich vor Gericht verantworten. (© Pixabay)

Bad Salzuflen/Lemgo. Er soll Autos verkauft haben, die er offenbar gar nicht besaß oder die nicht in dem versprochenen Zustand waren. Wegen sechsfachen Betruges muss sich heute ein 63-Jähriger Bad Salzufler vor dem Amtsgericht Lemgo verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, zwischen September 2015 und Oktober 2018 in sechs Fällen Kaufverträge über Fahrzeuge geschlossen zu haben und die Wagen tatsächlich nicht beziehungsweise nicht in dem vertraglich vereinbarten Zustand geliefert zu haben, wie es in einer Pressemitteilung des Amtsgerichts heißt.

So soll der Angeschuldigte 2015 einem Zeugen einen Mercedes des Typs 450 SL aus den USA in gutem Zustand angeboten haben. Es soll ein Kaufpreis in Höhe von 28.000 Euro vereinbart worden sein. Der Zeuge soll laut Gericht 20.000 Euro Anzahlung geleistet haben. Eine Lieferung des Luxuswagens erfolgte jedoch nicht, wobei der Angeklagte bei Abschluss des Vertrages weder willens noch in der Lage gewesen sein soll, den Mercedes zu liefern.

Kein Auto in Sicht

Ferner soll der Bad Salzufler über die Internetplattform Ebay einen restaurierungsbedürftigen BMW 5er aus dem Jahr 1988 für 24.500 Euro angeboten haben. Dem Kaufinteressenten soll der Angeschuldigte anlässlich der Besichtigung des Autos im November 2016 bewusst wahrheitswidrig angegeben haben, dass die Limousine zwar zerlegt, aber vollständig sei. Zudem soll der Verkäufer erklärt haben, er sei im Besitz spezieller US-amerikanischer Stoßstangen, die er für die Restaurierung verwenden könne. Laut Gericht soll ein Kaufpreis von 22.000 Euro vereinbart worden sein. Auch in dem Fall soll der Angeschuldigte weder willens noch in der Lage gewesen sein, das Fahrzeug im vereinbarten Zustand zu übergeben beziehungsweise die versprochenen Arbeiten vorzunehmen.

In einem weiteren Fall soll ein Käufer Anfang 2017 über das Onlineportal mobile.de einen Mercedes 450 SEL aus 1977 für 7400 Euro bei dem Angeschuldigten erworben haben. Das Geld soll überwiesen worden sein, der Mercedes soll jedoch bei Lieferung nicht fahrbereit gewesen sein. Im Anschluss soll weder der Oldtimer repariert noch der Kaufpreis erstattet worden sein.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2020
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!