Lemgoer Grüne fordern Konzept für Starkregen

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Die Grünen fordern ein Konzept für Starkregen. - © Symbolbild: Pixabay
Die Grünen fordern ein Konzept für Starkregen. (© Symbolbild: Pixabay)

Lemgo. „Der Starkregen fordert uns heute auf, für morgen weitsichtig zu handeln", erklärt Fraktionsvorsitzender Dr. Burkhard Pohl für die Lemgoer Grünen in einer Pressemitteilung. Lemgo tue seit 15 Jahren viel für den Hochwasserschutz, doch das scheine angesichts der extremen Wetterverhältnisse nicht auszureichen. Starkregen sorge fast jährlich für Überschwemmungen von Straßen, Wohnungen und Kellern – auch in Lemgo.

„Das schwere Hochwasser vom Mai 2019 war kein Einzelfall. Erst am 3. Juni 2021 machten Anwohner am Detmolder Weg, am Oberen Pahnsiek und in Leese wieder leidvolle Erfahrungen mit extremen Niederschlägen", heißt es weiter. Laut Stadtverwaltung beschleunigten Versiegelung, fehlende Grünflächen und flurbereinigte Ackerflächen Hochwasser und verursachen massive Schäden.

Die Grünen fordern ein wirksames Starkregenkonzept für Lemgo. „Die Stadt muss sich mit der Umsetzung von weitergehenden Maßnahmen auf Siedlungs-, Gewerbe- und landwirtschaftlichen Flächen auseinandersetzen." Wichtig sei eine standortangepasste Nutzung und mehr extensiv genutzte Grünstreifen quer zur Hangneigung. Dafür benötige die Landwirtschaft fachliche Unterstützung sowie faire Einnahmen. Die Grünen drängen deshalb darauf, dass Landwirte für ihre Produkte ein auskömmliches Einkommen erhalten.

Verbraucher in der Pflicht

Hier beginne auch die Verantwortung der Verbraucher: „Sich saisonal und regional zu ernähren, bringt nicht nur Vorteile für Klima und Umwelt, sondern auch für die regionale Wirtschaft und die eigene Gesundheit." Außerdem müsse Siedlungs- und Straßenbau unter dem Aspekt der Extremwetter betrachtet werden. Flächenverbrauchende Planungen in der Nähe von Überschwemmungsgebieten gehörten ebenso überprüft wie geplante Wohnsiedlungs- und Gewerbebereiche.

Der Beitritt zum kommunalen Bündnis biologische Vielfalt seiein Schlüssel dazu, weniger Fläche zu versiegeln. „Jetzt gilt es, das Lemgoer Klimaschutzkonzept zügig umzusetzen", heißt es in der Mitteilung.

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