Das Marianne-Weber-Gymnasium in Lemgo bleibt "MINT-freundliche Schule"

Madlena Gerschner

  • 0
Regine Körber und Olaf Göke sind stolz darauf, dass sich das MWG drei weitere Jahre "MINT-freundliche Schule" nennen darf. - © Madlena Gerschner
Regine Körber und Olaf Göke sind stolz darauf, dass sich das MWG drei weitere Jahre "MINT-freundliche Schule" nennen darf. (© Madlena Gerschner)

Lemgo. Das Marianne-Weber-Gymnasium (MWG) in Lemgo ist nach 2016 und 2019 zum dritten Mal in Folge als "MINT-freundliche Schule" ausgezeichnet worden. In einer Onlineveranstaltung am 8. September wurde das Gymnasium gemeinsam mit 208 weiteren Schulen aus Nordrhein-Westfalen von Dorothee Feller, Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, und Harald Fisch, Geschäftsführer und Vorstand der Nationalen Initiative “MINT Zukunft schaffen!”, prämiert - 166 davon erhielten den Titel „MINT-freundliche Schule“.

Mit dem Zertifikat werden Schulen ausgezeichnet, die besondere Bemühungen in die Förderung und Verbesserung des MINT-Unterrichts stecken - die einen besonderen Schwerpunkt auf die Fächer Mathematik, Informatik und naturwissenschaftliche Fächer sowie Technik (kurz: MINT) legen und neben dem klassischen Unterrichtsangebot Projekte durchführen, regelmäßig an Wettbewerben teilnehmen und gleichzeitig eine praxisnahe Berufsorientierung im MINT-Bereich anbieten.

Förderung von MINT-Fächern

Das MWG bemüht sich bereits seit Jahren darum, den MINT-Unterricht an der Schule zu fördern: "Neben den Fächern, die im Lehrplan stehen, bieten wir für alle Schüler in der Unter-, Mittel- und Oberstufe verschiedene Zusatzangebote im MINT-Bereich an", erklärt Regine Körber, MINT-Koordinatorin und Mathe-, Informatik- sowie Religionslehrerin des MWGs. Mit Unterstützung von Olaf Göke, Oberstufenkoordinator, leitet sie den Bereich an der Schule.

In der Unterstufe werden sogenannte Neigungsprojekte in Form von AGs und in der Mittelstufe Wahlfächer, sogenannte Differenzierungskurse, unter anderem im MINT-Bereich, angeboten: Beide Angebote sind so ausgelegt, dass Praxis auf Theorie trifft. Die Schüler beschäftigen sich innerhalb der Projekte und Kurse mit Fächern, die sich ergänzen und fachübergreifend sind: "In einer MINT-AG für Fünftklässler arbeiten die Kinder beispielsweise mit Lego-Roboter. Sie bauen und programmieren einen Roboter. Die Fächer Technik und Informatik werden hier kombiniert", erklärt Körber.

In der Mittelstufe gibt es wiederum ein Angebot, in dem sich die Schüler mit Sport und Gesundheit befassen: "Die Schüler sind sportlich aktiv und beschäftigen sich zudem mit Ernährung und Trainingseffekte. Biologie und Chemie kommen hier zusammen", sagt die MINT-Koordinatorin. Der Unterschied: Die Neigungsprojekte werden nicht benotet, die Leistung in den Differenzierungskursen hingegen schon.

MINT-Kooperation mit dem EKG

In der Oberstufe kann das Interesse an den jeweiligen MINT-Fächern innerhalb von Leistungskursen dann vertieft werden - diese Vertiefung soll Schüler auch auf das bevorstehende Studium vorbereiten. Neben den Leistungskursen haben die jungen Erwachsenen zudem die Möglichkeit, zusätzlich an Projektkursen im MINT-Bereich teilzunehmen. Hier kooperiert die MWG nach Angaben von Körber mit dem Engelbert-Kaempfer-Gymnasium (EKG), das als langjährige Mint-ec-Schule bekannt ist und einen seiner Schwerpunkte ebenfalls auf den MINT-Bereich legt: "Die Schüler des MWGs haben die Möglichkeiten, an MINT-Kursen des EKGs teilzunehmen und anders herum, so entsteht ein noch breiteres Angebot für die Schüler."

Zusätzlich nehmen die Schüler aller Stufen regelmäßig an MINT-Wettbewerben teil. Ein aktuelles Beispiel: die Teilnahme an der Internationale JuniorScienceOlympiade, ein Wettbewerb in Biologie, Chemie und Physik für Schüler bis 15 Jahre. Doch das mit den Wettbewerben hat sich in den vergangenen Jahren aufgrund der Corona-Pandemie als etwas schwierig herausgestellt: "Wir mussten in den letzten Jahren häufig aussetzen, weil die Schüler dort engen Kontakt habe", erklärt die Lehrerin. Umso größer sei die Freude über die Auszeichnung in diesem Jahr.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2023
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare