Hacker wollen mehr Nachhaltigkeit

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Benedikt Eiteneuer, Baris Sürmeli und Daniel Antonow (von links) belegen bei den AI
Challenge Days in der Smart Factory OWL den ersten Platz und gewinnen ein Preisgeld
von 1000 Euro. - © Fraunhofer IOSB-INA
Benedikt Eiteneuer, Baris Sürmeli und Daniel Antonow (von links) belegen bei den AI Challenge Days in der Smart Factory OWL den ersten Platz und gewinnen ein Preisgeld von 1000 Euro. (© Fraunhofer IOSB-INA)

Lemgo. Computerexperten haben in der Smart Factory OWL auf dem Campus übernachtet, um an den „AI Challenge Days" teilzunehmen. Dabei handelt es sich um einen 40-stündigen Programmierwettbewerb, veranstaltet von der „AI Community OWL" und dem KI-Reallabor, einem vom Bundeswirtschaftsministerium gefördertem Projekt des Lemgoer Fraunhofer-Instituts. Erstmals fand das Event in Präsenz in Lemgo statt – zur Freude der 17 Teilnehmer.

Sie reisten mit Laptops und Schlafausrüstung aus ganz Deutschland an, wie das Fraunhofer-Institut mitteilt. Sie erwartete eine Challenge rund um die Cuna-Produktion: Dies ist eine hochmoderne Kunststofffertigung von nachhaltigen Mehrwegbechern aus biobasiertem Kunststoff in der Smart Factory OWL.

1000 Euro für die Sieger

In der Aufgabenstellung ging es konkret um die Vorhersage des Energieverbrauchs von bestimmten Produktionsteilen. Denn steigende Strompreise stellen eine Herausforderung für Privathaushalte, aber auch für produzierende Unternehmen dar. Durch die Vorhersage des Energieverbrauchs kann prognostiziert werden, wie viel Strom die Cuna-Fertigung in Zukunft benötigt. So können beispielsweise Wetterdaten hinzugezogen werden, um zu ermitteln, wann erneuerbare Energie bestmöglich eingesetzt werden kann.

Durch die Verwendung von größeren Anteilen regenerativer statt fossiler Energie wird der CO2-Fußabdruck der Produktion reduziert. Zwei Tage lang legten sich die jungen Menschen quasi rund um die Uhr dafür ins Zeug, um Lösungen zu entwickeln und das Preisgeld von insgesamt 2000 Euro zu gewinnen. „Unser Team hat das Wochenende insgesamt nur vier Stunden geschlafen", bestätigte Max Hager aus Berlin. Sie belegten den dritten Platz.

Den ersten Platz belegten Daniel Antonow, Benedikt Eiteneuer und Baris Sürmeli. Sie bekamen für ihre Leistung 1000 Euro.

Die entstandenen Daten und Lösungen werden laut Mitteilung auf dem Datenportal des KI-Reallabors öffentlich zur Verfügung gestellt. KI steht für Künstliche Intelligenz – auf Englisch Artificial Intelligence (AI). So soll der Daten- und Lösungsaustausch zwischen Industrie Wissenschaftlern gefördert werden, so Florian Pethig, Projektleiter des KI-Reallabors am Fraunhofer-Institut.

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