Bauantrag für neuen Marktkauf

Edeka will in der Grevenmarsch investieren

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Lemgo (Rei). Die Edeka-Gruppe möchte Millionen in Lemgo investieren. Der Eigentümer der Marktkauf-Holding GmbH (Bielefeld-Sennestadt) plant einen kompletten Neubau des SB-Warenhauses in der Grevenmarsch. Und hat bereits einen Bauantrag gestellt. Allerdings müssen hierfür noch die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Und jetzt kommt die Vorgeschichte ins Spiel: Auch die alte Marktkauf-Mutter, die AVA (Allgemeine Handelsgesellschaft der Verbraucher AG), wollte in der Grevenmarsch neu bauen. Und zwar den gesamten, aus den 1970er Jahren stammenden Marktkauf-Komplex inklusive Baumarkt, der heute ein Toom-Markt (Rewe-Gruppe) ist. Für das alte Projekt schloss die Stadt einen Durchführungsvertrag für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan mit der AVA und den beiden Eigentümern, denen die betroffenen Grundstücke gehören. Für das aktuelle Edeka-Projekt müsste dieser rechtskräftige Bebauungsplan in einigen Punkten geändert werden. So plant Toom im Moment keinen neuen Baumarkt, und die Edeka möchte im Gegensatz zu der AVA den Getränkemarkt im neuen Marktkauf integrieren. Außerdem überlappt die Fläche des neuen Marktes die festgeschriebenen Baugrenzen an einigen Stellen. Planungsamtsleiterin Almut Schmersahl hält es für möglich, den bestehenden Plan durch Befreiungsanträge anzupassen. Die einzige Alternative hierzu ist die völlige Neuaufstellung, was das Marktkauf-Projekt allerdings deutlich verzögern würde. Architekt Joachim Lukas (Detmold) stellte das neue Konzept gestern im Rathaus vor dem Stadtentwicklungsausschuss vor. Demnach würde die Tankstelle ersatzlos wegfallen und der neue, moderne Warenhauskomplex breiter und länger. Die Verkaufsfläche würde sich von rund 4500 auf 6100 Quadratmeter erhöhen. Neu geplant ist zudem eine Apotheke im Eingangsbereich. Lukas warb offensiv für das Millionen-Projekt: "Hier entsteht etwas, was es in Deutschland noch nicht so häufig gibt." Die Politik muss jetzt über die Befreiungsanträge entscheiden. Parallel müssen weitere Gespräche geführt werden - unter anderem mit dem Partner im alten Durchführungsvertrag, dem Eigentümer des Toom-Grundstückes.

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