Wo die "Hexen" rehabilitiert werden

Lemgo geht einen anderen Weg als die Stadt Rüthen

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Liesel Kochsiek-Jakobfeuerborn und Annette Paschke Lehmann vor der Gedenkstätte an der Kirche St. Nicolai, die an Maria Rampendahl und alle unschuldig Verfolgten in der Geschichte der Stadt erinnert. - © Foto: Kantelberg
Liesel Kochsiek-Jakobfeuerborn und Annette Paschke Lehmann vor der Gedenkstätte an der Kirche St. Nicolai, die an Maria Rampendahl und alle unschuldig Verfolgten in der Geschichte der Stadt erinnert. (© Foto: Kantelberg)

Lemgo (kk). Der Rat der Stadt Rüthen im Kreis Soest hat die Opfer der Hexenverfolgung offiziell rehabilitiert. Und in Lemgo? Die Stadt gilt deutschlandweit als eine Hochburg der Hexenverfolgung. Dennoch sehen Liesel Kochsiek-Jakobfeuerborn (Vorsitzende des Museumsvereins Hexenbürgerhaus) und Annette Paschke-Lehmann (Geschäftsbereichsleiterin Kultur der Stadt) keinen Handlungsbedarf und verweisen unter anderem auf den "Stein des Anstoßes".

Dieser war 1994 nach einstimmigen Beschluss des Rates vor der Kirche St. Nicolai eingeweiht worden. Eine offizielle Rehabilitierung, die ist nach Ansicht von Liesel Kochsiek-Jakobfeuerborn nicht mehr nötig. Dafür stehe der Gedenkstein. "Und zwar nicht nur für Maria Rampendahl, sondern - wie dort zu lesen ist - für alle unschuldig Verfolgten der Stadt."

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