Karl Junker, der rätselhafte Lemgoer Künstler

Vor 100 Jahren starb der eigenwillige Maler und Bildhauer

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Ein Lemgoer Haus voll

rätselhafter Kunst - © Lemgo
Ein Lemgoer Haus voll rätselhafter Kunst (© Lemgo)

Lemgo (as). Heute ist es 100 Jahre her, dass Karl Junker starb. Sein mit skurrilen Holzschnitzereien reich verziertes Haus hat die Zeiten überdauert - und gibt Forschern wie auch Kunstsinnigen nach wie vor Rätsel auf. 
 
Denn Junker hat praktisch nichts überliefert - nicht über sich, sein Leben, seine Kunst. Er wusste, dass ihn zu Lebzeiten niemand verstehen würde.

Der 1850 geborene Karl Junker verlor schon als kleines Kind seine Eltern.
Mit Anfang 20 geht er nach München, schreibt sich an der Akademie der bildenden Künste ein, lässt sich auf einer Italienreise inspirieren.

Anfang der 1880er Jahre kehrt er nach Lemgo zurück, tätigt Grundstücksgeschäfte - finanzielle Sorgen schien er keine gehabt zu haben -  und ließ für 12 000 Mark den Rohbau eines Hauses an der Hamelner Straße errichten, dessen künstlerischer Ausgestaltung er sich für den Rest seines Lebens widmete.

Jürgen Scheffler mit einem Wandschränkchen, das innen an der Tür mit einem Bild von Junker versehen ist. Ein Pendant mit Selbstbildnis Junkers ist im Kreismuseum Genthin zu besichtigen. - © Foto: Asbrock
Jürgen Scheffler mit einem Wandschränkchen, das innen an der Tür mit einem Bild von Junker versehen ist. Ein Pendant mit Selbstbildnis Junkers ist im Kreismuseum Genthin zu besichtigen. (© Foto: Asbrock)

"Er war Architekt, Maler und Bildhauer zugleich", erklärt Jürgen Scheffler, der das Junkerhaus betreut.

Für dieses Jahr sind die Herausgabe eines Bildbandes über das Junkerhaus, die Digitalisierung der Bilder und Zeichnungen sowie eine Ausstellung zu Junkers Holzskulpturen geplant.

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