Mit einem Fest bedanken sich örtliche Migranten- und einheimische Vereine für jahrelange Kooperation

"Alte" und "Neue" halten zusammen

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Für ihren Auftritt im Gemeindehaus St. Marien haben die jungen Tänzerinnen des Kinderballetts "Märchenland" viel Beifall erhalten. - © Foto: Helms
Für ihren Auftritt im Gemeindehaus St. Marien haben die jungen Tänzerinnen des Kinderballetts "Märchenland" viel Beifall erhalten. (© Foto: Helms)

Lemgo (khe). Unter dem Motto "Wir sind Lemgo - alte und neue Bürger begegnen sich" haben Migranten- und einheimische Vereine mit einem kulturellen Programm und kulinarischen Spezialitäten zu einem bunten Nachmittag im Gemeindehaus St. Marien beigetragen.

Der Arbeitskreis "Gräber in der Ferne" hatte eingeladen.
Seit einigen Jahren unterstützen zahlreiche Gruppen türkische Familien, Vertriebene, Spätaussiedler und andere Zugewanderte, die ihr Leben in Lemgo verbringen. "Die Zusammenarbeit der Gruppen ist ein Anlass zu feiern und um sich besser kennen zu lernen", erklärt Matthias Altevogt, Pastor der Gemeinde St. Marien, den Grund des Zusammentreffens. "Wir wollen die ‚alten‘ und ‚neuen‘ Lemgoer mit Sport, Musik und internationalen Köstlichkeiten erfreuen."

Für Begeisterung sorgte der Chor "Nostalgie", der deutsche und russische Lieder einstudiert hatte. Das Programm kam bei den Besuchern an, nach dem Konzert gab es für die Musiker Beifall. Auch das Kinderballett "Märchenland" unter der Leitung der Balletttänzerin Kristina Diez überzeugte. Weniger klassisch trat dagegen die Teakwondo-Gruppe Lemgo auf und zeigte ein Repertoire aus koreanischen Kampfsport-Techniken.

Eine Besonderheit des Nachmittags war der Auftritt von Hamza Turan und Melissa König: Sie warteten mit türkischem Gesang und den Klängen der Saz, einem türkischen Zupfinstrument, auf. Turan ist in Lemgo kein Unbekannter - er wohnt seit 42 Jahren in der alten Hansestadt und sagt: "In Lemgo fühle ich mich zu Hause." Dieser Ansicht ist auch die 17-jährige Katsiaryna Schermer, die mit einem englischen Stück und ihrer Gitarre das Publikum für sich gewann. "Ich mag hier die schönen Häuser in der Innenstadt, und die Geschichten über die Hexenverfolgung sind interessant."

"Ich bin stolz, eine Lemgoerin zu sein", ist auch die Russin Dr. Valentina Bidlingmeier von dem Verein Zusammenarbeit mit Osteuropa (ZMO) überzeugt.

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