Freies Internet rund um den Marktplatz

Im Gemeindegebiet senden rund 20 öffentliche Router

Thomas Dohna

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Dirk Czychun zeigt einen Router, der für die Freifunk-Initiative eingesetzt wird. - © Foto: Dohna
Dirk Czychun zeigt einen Router, der für die Freifunk-Initiative eingesetzt wird. (© Foto: Dohna)

Leopoldshöhe. Die Gemeinde Leopoldshöhe will rund um den Marktplatz den freien und drahtlosen Zugang zum Internet ausbauen. Diese Idee der SPD im Gemeinderat greift die Firma Leocom auf. Ihre Geschäftsräume befinden sich gegenüber dem Rathaus am östlichen Ende des Marktplatzes. Das Unternehmen richtete die ersten zwei Freifunk-Knoten in ihren Geschäftsräumen ein. Durch die zentrale Lage werde eine Reichweite von rund 80 Metern erreicht.

„Wir haben gleichzeitig bis zu 15 Nutzer, die über frei zur Verfügung gestelltes WLAN surfen. Sogar die Bushaltstelle am Marktplatz und der 
Außenbereich der gegenüberliegenden Eisdiele ist damit abgedeckt", erläutert Leocom-Inhaber Dirk Czychun.

Links zum Thema
    Mehr über die Initiative für den 
gesamten Kreis Lippe gibt es hier.

Freifunk ist eine mittlerweile bundesweite Initiative, die sich für freies WLAN in der Öffentlichkeit einsetzt. Der regionale Ableger ist der Freifunk Lippe. „Jeder, der einen DSL-Router besitzt, kann bei Freifunk mitmachen", erklärt Dirk Czychun. Ein passend konfigurierter Freifunk-Router wird an den vorhandenen DSL-Router im Haus angeschlossen. Der Freifunk-Router baut dann eine verschlüsselte Verbindung zum Freifunk-Netz auf. Damit sei die Benutzung des Freifunk-WLAN-Netzes sicher und anonym, sagt der Experte 
Czychun.

In ganz Lippe gibt es aktuell rund 300 Freifunk-Router. Davon sind etwa 20 im Leopoldshöher Gebiet aufgebaut. Oerlinghausen bietet im Gegensatz nur vier sogenannte Knoten.

„Wir konnten einige Leopoldshöher Geschäfte für die Freifunk-Idee begeistern", freut sich Dirk Czychun. Im Leopoldshöher Ortskern machen InSign, Physiotherapie Braun, die Medienwerkstatt Vogel, das Café im Eck, die Leopolds-Apotheke und auch die Seniorenresidenz Sielemanns Hof mit. Einen Freifunk-Router könne sich jeder Mensch mit ein wenig technischer Versiertheit und unter Lektüre einer Anleitung, die im Internet zu finden ist, einrichten, sagt der Freifunk-Fan.

Dirk Czychun wünscht sich, dass weitere Einzelhändler, Bürger oder Gastronomen mitziehen und den freien Internetzugang in Leopoldshöhe stetig weiter ausbauen. Damit gäbe es freies WLAN rund um den Marktplatz für Kunden, Gäste und Freunde, zählt Czychun auf. Bei der Einrichtung helfen er und seine Mitarbeiter gern. Von jedem bei ihm gekauften Router will er 10 Euro für den Runden Tisch Asyl spenden.

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