Fachbereich Bauen und Umwelt in Leopoldshöhe: Das erste 
und das teure Jahr

Thomas Dohna

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In seinem Büro: Der Leiter des Fachbereiches Bauen und Umwelt der Gemeinde Leopoldshöhe, Dirk Puchert-Blöbaum, hat sich im Rathaus gut eingearbeitet. - © Thomas Dohna
In seinem Büro: Der Leiter des Fachbereiches Bauen und Umwelt der Gemeinde Leopoldshöhe, Dirk Puchert-Blöbaum, hat sich im Rathaus gut eingearbeitet. (© Thomas Dohna)
Leopoldshöhe. Es sei noch nicht alles ausgegeben und verbucht, und noch lägen nicht alle Rechnungen vor, sagt Dirk Puchert-Blöbaum. Aber: „Es ist ganz schön was durchgegangen", stellt er fest. Seit gut einem Jahr ist er Leiter des Fachbereiches Bauen und Umwelt der Gemeinde. Es könnte nach den für die in dieser Zeit begonnen Bauvorhaben der Gemeinde zugleich das Jahr mit der bisher höchsten Summe an Investitionen sein.

Allein für die energetische Sanierung der Felix-Fechenbach-Gesamtschule (FFG) standen 2,5 Millionen Euro im Plan.

Der fertige Bau des Oberstufengebäudes für die FFG soll zwei Millionen Euro kosten, 1,1 Millionen waren in diesem Jahr fällig. Dazu kommen eine Menge kleinerer Investitionen und Sanierungen, oft im sechsstelligen Bereich. Eine genaue Summe könne er noch nicht nennen, dazu müssten alle Maßnahmen erst abgerechnet sein.

„Ich habe irre viel gelernt", sagt Puchert-Blöbaum. Für ihn sei es sehr gut gewesen, so viele und so verschiedene Maßnahmen gehabt zu haben. Puchert-Blöbaum ist Jurist. In vielen Verwaltungen gilt diese Qualifikation für die Leitung eines Bauamtes als nicht ideal. „Ich habe wirklich gute Mitarbeiter", wehrt er diesen Einwand ab. Tatsächlich gibt es in seinem Ressort Architektinnen, Stadtplaner und Bauingenieure verschiedener Fachrichtungen.

Im Abwasser- und im Wasserwerk gebe es viele spezielle Maßnahmen, auch da habe er Leute, die fachlich gut sind. „Mit ihnen zusammen bewerte ich die Fragen", sagt Puchert-Blöbaum. In der Bauleitplanung sieht Puchert-Blöbaum Vorteile darin, Jurist zu sein. „Da geht es vor allem um Verfahrensfragen", sagt er. Leistungsrecht, Grunderwerb, Vertragsverhandlungen: „Da ist ein Jurist besser aufgestellt."

Viele Jahre war Puchert-Blöbaum selbstständiger Rechtsanwalt und auf vielen politischen Ebenen ehrenamtlich tätig. Er bereut nicht, das aufgegeben zu haben. „Meine Work-Life-Balance ist besser geworden", sagt er. Für die Vorbereitung auf Ausschusssitzungen habe er sich früher immer Zeit freiräumen müssen. Jetzt gehört das zu seinen beruflichen Aufgaben. Trotz der vielen neuen Aufgaben fühle er sich nicht gestresst, im Gegenteil: „Es ist spannend und interessant."

Das geht in diesem Jahr so weiter. Die Sanierung der FFG soll abgeschlossen werden. Der Bau des Integrationszentrums auf dem Gelände der Festhalle Asemissen soll beginnen, auch wenn die Planungen für den Kindergarten auf dem Gelände noch nicht abgeschlossen sind.

Im abgelaufenen Jahr hätten viele Entscheidungen getroffen werden müssen. Auch darin sieht Puchert-Blöbaum kein Problem: „Ich bin sehr gut im Treffen von Entscheidungen."

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