Politiker beraten über Lärmschutz an der B66 und in Asemissen

Thomas Dohna

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Über die Hauptstraße in Asemissen fahren täglich zahlreiche Autofahrer. - © Thomas Dohna
Über die Hauptstraße in Asemissen fahren täglich zahlreiche Autofahrer. (© Thomas Dohna)

Leopoldshöhe. Zwei viel befahrene Straßen durchschneiden Leopoldshöhe: die B 66 und die Hauptstraße in Asemissen (L 751). Und wo viel Verkehr ist, da ist gewöhnlich auch viel Lärm. Zum zweiten Mal muss nun in der Gemeinde der Lärmaktionsplan aktualisiert werden. Die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz beraten in ihrer Sitzung am Donnerstag, 7. Juni, darüber.

Der Lärmaktionsplan beruht auf der „Umgebungslärmrichtlinie" der Europäischen Union. Seit 2007 sollen mit ihrer Hilfe Lärmquellen ausgemacht und bekämpft werden. Dabei ist die Untersuchung besonders verkehrsreicher Straßen mit mehr als drei Millionen Fahrzeugen pro Jahr im Blick. Das sind nach Angaben der Verwaltung die B 66 und die Hauptstraße in Asemissen. Das Landesumweltamt erstellt auf Grundlage von Daten der Gemeinde Lärmkarten, nach denen mögliche Maßnahmen geprüft werden.

Dabei wird die Zahl der betroffenen Personen ermittelt. In den bisherigen Stufen des Lärmaktionsplans seien 2008 und 2013 Maßnahmen geprüft worden, schreibt die Gemeinde in einer Vorlage für die Ausschussmitglieder. An der Hauptstraße in Asemissen seien verschiedene Maßnahmen umgesetzt worden. Der Lärm habe sich dadurch reduziert. Bei der B 66 sei wegen des Neubaus der Straße auf Maßnahmen verzichtet worden. Der Rat fasste nach vorheriger Beteiligung der Öffentlichkeit 2015 den Beschluss, dass wegen der geringen Betroffenheit kein Lärmaktionsplan für Leopoldshöhe erforderlich sei.

Den gleichen Beschluss schlägt die Verwaltung nun erneut vor. Die Ergebnisse der Lärmkartierung seien bekanntgemacht worden. Eingaben seien nicht eingegangen. Und auch die Zahl der Betroffenen sei geringer als noch 2015 – ein Lärmaktionsplan sei also nicht nötig. Das habe auch das Landesamt bestätigt, schreibt die Verwaltung.

Ein ganz anderes Thema bringen die Grünen im Ausschuss auf den Tisch: Die Fraktion beantragt ein Verbot von Glyphosat und sogenannten Neonikotinoiden auf Gemeindeflächen. Der Ausschuss tagt am Donnerstag, 7. Juni, ab 18 Uhr im Saal des Rathauses, Kirchweg 1.

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