Mäher soll Grünstreifen in Leopoldshöhe verschonen

Umweltausschuss: Biotope sollen vernetzt und die Artenvielfalt auf öffentlichen Flächen geschützt werden. Die Leopoldshöher Grünen wollen zudem ein Verbot von Steingärten durchsetzen

veröffentlicht

  • 0
Dorfstraße: Die Grünen im Gemeinderat wollen, dass die Gemeindeflächen auch an Straßen nur noch einmal im Jahr gemäht werden. Nur ein Sicherheitsstreifen direkt an der Fahrbahn soll öfter bearbeitet werden. - © Thomas Dohna
Dorfstraße: Die Grünen im Gemeinderat wollen, dass die Gemeindeflächen auch an Straßen nur noch einmal im Jahr gemäht werden. Nur ein Sicherheitsstreifen direkt an der Fahrbahn soll öfter bearbeitet werden. (© Thomas Dohna)

Leopoldshöhe. Seit langen setzen sich die Leopoldshöher Grünen für eine Vernetzung der Biotope in Leopoldshöhe ein. Jetzt gibt es dazu eine Arbeitskarte, die diese Verbindung der Biotope untereinander sichtbar macht. Sie soll in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz am Donnerstag, 8. November, vorgestellt werden.

In einem Antrag regen die Grünen an, die öffentlichen Flächen nur einmal im Jahr im Herbst zu mähen. Damit solle die biologische Vielfalt, die sich gerade auch an Straßenrändern ausbilde, geschützt werden. Aus Sicherheitsgründen solle entlang der Straßen ein Streifen von etwa einem Meter kurz gehalten werden. Alles, was weiter weg liegt, wollen die Grünen stehen lassen. So könnten Gräser bis zur vollen Höhe aufwachsen. Alle öffentlichen Flächen, die nicht in besonderer Weise genutzt werden, sollen ebenfalls nur einmal jährlich bis auf eine Höhe von rund zehn Zentimetern gemäht werden, um Kleinstlebewesen zu schützen.

Die Grünen wollen außerdem, dass die Gemeinde weder Herbizide noch Pestizide einsetzt, um Pflanzen und Lebewesen zu schützen und Lebensräume für sie zu erhalten. Ein schon vor längerer Zeit eingebrachter Antrag soll den Einsatz von Glyphosat und von Neonikotinoiden auf Flächen der Gemeinde verbieten.

Das gleiche Ziel hat ein weiterer Antrag der Grünen: Sie wollen in zukünftigen Bebauungsplänen ein Verbot von Schottergärten festschreiben lassen. Solche Schottergärten verringerten den Lebensraum für Insekten und Kleinstlebewesen. Die Stadt Dortmund habe bereits einen solchen Beschluss gefasst. Weiter geht es in der Sitzung um die Änderung des Bebauungsplanes Königskamp im Bereich der Straßen Am Mühlenbach und Schuckenhofstraße in Schuckenbaum. Für das Baugebiet auf dem ehemaligen Bolzplatz muss eine Ausgleichsfläche festgelegt werden. Sie soll in Krentrup liegen. Die Mitglieder des Ausschusses werden sich auch mit den Abfallgebühren beschäftigen. Sie sollen im Vergleich zum laufenden Jahr nicht steigen, obwohl die Verwaltung höhere Müllmengen festgestellt hat.

Auch die Grünabfallsammlung soll fortgeführt werden. Dazu soll die Gemeinde 2000 Euro an Zuschuss für des sammelnden Betrieb in den Haushalt 2019 einplanen. Die Schredder GbR gibt an, im laufenden Jahr einen Gesamtfehlbetrag von 3770 Euro erwirtschaftet zu haben. Der sei auf die besonderen Wetterverhältnisse in diesem Jahr zurückzuführen. Um Gebühren geht es auch bei den Friedhofsangelegenheiten. Die Kalkulation der Friedhofsgebühren habe ergeben, dass die Sätze nach oben korrigiert werden müssen, teilt die Verwaltung mit. So sollen die Kosten für ein Reihengrab von 990 auf 1.085 Euro steigen. Die jährliche Nutzungsgebühr sinkt von 45 auf 43 Euro. Die Sitzung des Umweltausschusses findet ab 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses, Kirchweg 1, statt. Sie ist öffentlich.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2018
Texte und Fotos von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!