Sieben Millionen für die Unterstufe an der Felix-Fechenbach-Gesamtschule

Thomas Dohna

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Ein V: Die türkisfarbenen Räume stellen die Klassenräume dar, die hellgrünen die zugehörigen Differenzierungsräume. Der grüne Raum rechts ist das Selbstlernzentrum. Dort könnte auch die Gemeindebücherei unterkommen. Der grüne raum in der Mitte ist für die Naturwissenschaften gedacht. Der orange Raum ist der für das Fach „Darstellen und Gestalten", in dem auch die Volkshochschule Veranstaltungen stattfinden lassen könnte. Die gelben Räume sind für die Lagerung von Materialien gedacht. - © Gemeinde Leopoldshöhe
Ein V: Die türkisfarbenen Räume stellen die Klassenräume dar, die hellgrünen die zugehörigen Differenzierungsräume. Der grüne Raum rechts ist das Selbstlernzentrum. Dort könnte auch die Gemeindebücherei unterkommen. Der grüne raum in der Mitte ist für die Naturwissenschaften gedacht. Der orange Raum ist der für das Fach „Darstellen und Gestalten", in dem auch die Volkshochschule Veranstaltungen stattfinden lassen könnte. Die gelben Räume sind für die Lagerung von Materialien gedacht. (© Gemeinde Leopoldshöhe)

Leopoldshöhe. Zehn Klassenräume auf zwei Etagen, etliche Nebenräume und ein Bereich für eine Bücherei. Das und einiges mehr plant die Architektin der Gemeindeverwaltung, Peggy Balke, für das neue Unterstufengebäude der Felix-Fechenbach-Gesamtschule (FFG). Balke ist in einer ersten Schätzung auf Baukosten von rund sieben Millionen Euro gekommen.

Mit dem neuen Gebäude will die Gemeinde die seit Jahrzehnten bestehende Raumnot der Gesamtschule und der benachbarten Grundschule Nord beenden. Außerdem will sie so beide Schulen für moderne pädagogische Anforderungen fit machen. Zuvor hatte die Gemeinde eine neue Schulentwicklungsplanung angeschoben. Der ehemalige Dezernent für die Grundschulen bei der Bezirksregierung Detmold, Heinz Kriete, leitete eine Arbeitsgruppe, die einen Raumbedarf für alle drei Schulen der Gemeinde von rund 2400 Quadratmetern errechnete. In dem Neubau sollen die Jahrgänge fünf und sechs der FFG untergebracht werden. Die belegen zurzeit den alten Aulatrakt der Grundschule Nord, die deswegen neben den Klassenräumen kaum andere Räume zur Verfügung hat.

Balke plant wie bei dem von ihr ebenfalls geplanten und gebauten Oberstufenhaus zwei Stockwerke. Da das Gelände zur freien Landschaft hin stark abfällt, soll das Gebäude mit der Rückseite des Untergeschosses in die Neigung eingebaut werden. Damit wird vom Schulhof der FFG aus nur das Obergeschoss zu sehen sein.

Im Untergeschoss sind neben fünf Klassenräumen auch zwei Musikräume, Lagerflächen und Differenzierungsräume geplant. Im Obergeschoss soll neben fünf Klassenräumen, einem Naturwissenschaftsraum, Differenzierungsräumen und einem Raum für das Fach „Darstellen und Gestalten“ ein Bereich für ein Selbstlernzentrum unterkommen. Dafür gibt es die Überlegung, hierhin den Leopoldshöher Teil der Gemeindebücherei zu verlegen. Eine Mehrfachnutzung ist auch für den rund 200 Quadratmeter großen Raum für das Fach „Darstellen und Gestalten“ vorgesehen, der beispielsweise für Veranstaltungen der Volkshochschule genutzt werden kann. Das hat mit einer möglichen Art der Finanzierung des Neubaus zu tun. Bürgermeister Gerhard Schemmel hat nach eigenen Angaben mit der Bezirksregierung und mit der NRW-Bank Kontakt aufgenommen, um die Möglichkeiten finanzieller Förderung auszuloten. Dabei habe sich gezeigt, dass bei den Fördervoraussetzungen vielfach die Themen Neue Energien und Klimaschutz im Fokus stehen. Für andere Fördertöpfe werde das Vorhandensein eines Integrierten ländlichen oder städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ILEK/ISEK) im Sinne einer Zukunftsplanung für die Gemeinde erwartet. Um ein solches Entwicklungskonzept erarbeiten zu können, seien erste Schritte eingeleitet worden, betont Schemmel.

Aus der Politik gibt es kaum Kritik an dem Bauvorhaben. Bei Nachfragen zur Berücksichtigung digitaler Ausstattungen verweist Schemmel darauf, dass diese Kosten in dem Betrag von sieben Millionen Euro nicht enthalten sind, gleichwohl aber die baulichen Voraussetzungen geschaffen würden. Angesichts der Baukosten gibt es aus der CDU heraus die Überlegung nach Bauabschnitten. FFG-Schulleiter Manfred Kurtz macht deutlich, dass die Schule die Räume in spätestens zweieinhalb Jahren benötige. Aus der SPD kommt der Hinweis, dass sich die Zinssituation möglicherweise verschlechtern und eine Aufteilung der Baukosten so zu einem wirtschaftlichen Nachteil führen könnte.

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