Das Wasserwerk in Leopoldshöhe chlort weiter

Thomas Dohna

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- © SZ Ronald Bonss/dpa-Zentralbild/dpa
(© SZ Ronald Bonss/dpa-Zentralbild/dpa)

Leopoldshöhe. In vielen Bädern und Küchen in Leopoldshöhe riecht es seit einigen Tagen stärker als bisher nach Chlor. Das Wasserwerk der Gemeinde hat das Verfahren ändern lassen, nach dem Chlor in die Trinkwasserleitungen gegeben wird.

Damit komme mehr Chlor auch in den letzten Verzweigungen des Leopoldshöher Wassernetzes an, sagt Dirk Puchert-Blöbaum, Leiter des Fachbereichs Betriebe, zu dem auch das Wasserwerk der Gemeinde gehört. Die Chlorung ist notwendig, weil das Wasserwerk bei regelmäßigen Überprüfungen Bakterien im Trinkwasser gefunden hat. Das Gesundheitsamt des Kreises ordnete daraufhin die Chlorung an.

Seit Wochen laufen die Chlorungen schon. „Wir hatten zunächst Probleme, das Chlor im Trinkwassersystem überall auf ein wirksames Niveau zu bekommen“, berichtet Puchert-Blöbaum. Die Trinkwasserverordnung des Bundes erlaubt bis zu 0,3 Milligramm freies Chlor pro Liter Trinkwasser. Nach Angaben des Gesundheitsamtes müssen mindestens 0,1 Milligramm pro Liter an allen Stellen des Netzes erreicht sein. „Wir versuchen 0,15 Milligramm zu erreichen, damit eine ausreichende Menge Chlor überall ankommt “, sagt Puchert-Blöbaum. Dazu hat das Wasserwerk in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt ein anderes Verfahren als bisher eingesetzt. Schon jetzt sei aber eine Verbesserung festzustellen.

Die Ursache für die Bakterienbelastung wird immer noch gesucht. Es sei unmöglich, jede einzelne Zapfstelle in allen Haushalten und Gewerbegebieten im Gemeindegebiet einzeln zu untersuchen, stellt Puchert-Blöbaum fest.

Am Donnerstag, 7. Februar, sollen die nächsten Proben unter Chlor genommen werden. Etwa fünf Tage dauert es, bis Ergebnisse vorliegen. Am Dienstag, 12. Februar, wird es ein Gespräch der Gemeindeverwaltung mit dem Gesundheitsamt geben. Am Donnerstag, 14. Februar, sollen Proben ohne Chlorung genommen werden. Um den 20. Februar herum solle dazu die Ergebnisse vorliegen. Seien die bakterienfrei, werde die Chlorung eingestellt, sagt Puchert-Blöbaum.

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