Im Hudeweg soll Gartenland der Nachverdichtung weichen

Thomas Dohna

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Hudeweg: Entlang dieser Straße liegt ein etwa einen Meter breiter Streifen, bewachsen mit Gehölzen. Damit liegen die Grundstücke der Winkelstraße nicht am Hudeweg an. Der ist vor einigen Jahren als eine der Erschließungsstraßen für das Baugebiet Waldstraße gebaut worden. - © Thomas Dohna
Hudeweg: Entlang dieser Straße liegt ein etwa einen Meter breiter Streifen, bewachsen mit Gehölzen. Damit liegen die Grundstücke der Winkelstraße nicht am Hudeweg an. Der ist vor einigen Jahren als eine der Erschließungsstraßen für das Baugebiet Waldstraße gebaut worden. (© Thomas Dohna)

Leopoldshöhe. An der Winkelstraße stehen Wohnhäuser mit großen und langen Grundstücken. Auf ihnen war Gartenbau zur Selbstversorgung möglich – vor Jahrzehnten war das wichtiger als ein gepflegter Rasen. Die Zeiten haben sich geändert, die Bewohner wollen diese großen Gärten bebauen lassen. Dazu muss die Gemeinde den Bebauungsplan ändern – Nachverdichtung heißt das im Planerdeutsch.

Der gültige Bebauungsplan datiert aus dem Jahr 1985. Die Grundstücke sind zwischen 55 und 70 Meter tief. Die Flächen östlich der Winkelstraße grenzen an den Hudeweg, sind allerdings durch einen etwa einen Meter breiten, bepflanzten Streifen vom Hudeweg getrennt. Sozusagen ein Grenzstreifen, denn ab hier gilt seit 2006 der Bebauungsplan „Waldstraße". Das Baugebiet ist inzwischen vollständig bebaut. Der Hudeweg war als Erschließungsstraße angelegt und gilt nach Angaben der Verwaltung als einseitig bebaut. Dennoch sieht die Verwaltung die an den Hudeweg angrenzenden Grundstücke der Winkelstraße als erschlossen an.

Die Grundstücke westlich der Winkelstraße grenzen mit der Gartenseite an andere Grundstücke. Im Norden und Süden werden die Grundstücke durch den Pansheider Weg und die Grester Straße erschlossen. Die dazwischen liegenden Flächen weisen keine eigene Erschließung auf. Man könne sie aber über die davor liegenden Grundstücke erschließen, schlägt die Verwaltung vor. Dafür müssten die Grundstückseigentümer selbst sorgen. Eine mindestens drei Meter breite Zufahrt wäre nötig, die als Baulast im Grundbuch eingetragen werden müsste. Im Wege stehende Garagen, Gartenhäuser und andere Nebenanlagen wären dafür zu entfernen. Die Änderung des Bebauungsplanes geht auf eine Initiative der Grundstückseigentümer zurück. In Leopoldshöhe bestehe eine hohe Nachfrage nach Wohnbaugrundstücken, stellt die Verwaltung fest. Mit der Änderung des Bebauungsplanes bestehe die Möglichkeit, mit geringem Aufwand eine Nachverdichtung zu ermöglichen und ein reines Wohngebiet festzuschreiben. So sollen nach Ansicht der Verwaltung Störungspotenziale vermieden werden.

Die Mitglieder des Hochbau und Planungsausschusses stimmen dem Vorhaben zu.

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