Der Grundstein fürs Wohnheim in Bechterdissen ist gelegt

Thomas Dohna

  • 0
Spatenstiche: Auf der Baustelle zum Betreuten Wohnen der Mennonitengemeinde in Bechterdissen schwangen neben anderen Arthur Giesbrecht, (zweiter von links), Daniel Reimer (Vorsitzender Mennonitengemeinde Bechterdissen), Peter Dück (fünfter von links), Dirk Puchert-Blöbaum (Baumamtsleiter Gemeinde Leopoldshöhe), Bürgermeister Gerhard Schemmel, Pastor Peter Huebert und Architekt Andrej Penner Spaten. Foto: Thomas Dohna - © Thomas Dohna
Spatenstiche: Auf der Baustelle zum Betreuten Wohnen der Mennonitengemeinde in Bechterdissen schwangen neben anderen Arthur Giesbrecht, (zweiter von links), Daniel Reimer (Vorsitzender Mennonitengemeinde Bechterdissen), Peter Dück (fünfter von links), Dirk Puchert-Blöbaum (Baumamtsleiter Gemeinde Leopoldshöhe), Bürgermeister Gerhard Schemmel, Pastor Peter Huebert und Architekt Andrej Penner Spaten. Foto: Thomas Dohna (© Thomas Dohna)

Leopoldshöhe. Wer in den vergangenen Tagen und auch Wochen auf der Straße „Im Schmeltebruch" unterwegs war, hat es schon gesehen: Die Bauarbeiten für das lange geplante und teils umstrittene Altenwohnheim in Bechterdissen haben begonnen. Jetzt haben die Mennonitengemeinde Bechterdissen und der Christliche Schulförderverein Lippe den Grundstein für das „Service-Wohnen" gelegt.

Seit etwa zehn Jahren beschäftige er sich inzwischen damit, sagte Bürgermeister Gerhard Schemmel: „Dieses Projekt wird ein gutes Projekt werden." In dem Quartier nahe der Kirche und der mennonitischen Gemeinde werde bedarfsgerechter Wohnraum fürs Älterwerden und Altsein geschaffen.

Seit Juli 2012 ist das Christliche Sozialwerk OWL Träger eines betreuten Seniorenwohnheimes, eines ambulanten Pflegedienstes, einer wachsenden Intensivpflege und einer Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen. „Wir sind bestrebt, den Patienten weitestgehend in seiner Eigenständigkeit zu unterstützen. Unser Leitspruch „Leben helfen – Gottes Liebe schenken" weist auf den Schwerpunkt unserer Arbeit hin", sagte Arthur Giesbrecht, Geschäftsführer des Christlichen Sozialwerkes Ostwestfalen-Lippe, das der Träger des Heimes sein wird.

Die Mennonitengemeinde hat sich als bauerfahrenen Partner den Christlichen Schulförderverein Lippe an die Seite geholt, der die Funktion des Bauherrn übernommen hat. „Als verlängerter Arm der Kirchengemeinden haben wir seit 1989 zehn Bildungseinrichtungen geschaffen", berichtete Peter Dück, Geschäftsführer des Vereins. Dieses Projekt werde etwa fünf Millionen Euro einschließlich des Grundstücks kosten und zu 80 Prozent finanziert. Dück rechnet mit einer Bauzeit von etwa 18 Monaten.

Lange hatte die Mennonitengemeinde mit Hilfe der Kommune nach einem passenden Standort gesucht und fand ihn schließlich in einer von ihr bereits als Bolzplatz genutzten Fläche. Diese war im Flächennutzungsplan der Gemeinde als Grünfläche ausgewiesen. Ein erster Versuch der Gemeinde, den Plan 2011 ändern zu lassen, scheiterte an Bedenken der Bezirksregierung. Weitere Gespräche im Jahr 2012 ergaben, dass die Pläne verwirklicht werden könnten. Bedingung dafür war, dass die Gemeinde Leopoldshöhe im Flächennutzungsplan die benötigte Fläche als „Fläche für den Gemeinbedarf" darstellt sowie eine andere Fläche als Bauland nicht mehr genutzt wird.

Die Gemeinde stellte 2014 eine neue Anfrage, die die Bezirksregierung positiv beschied. Im April des vergangenen Jahres stieß der Hochbau- und Planungsausschuss die Aufstellung des Bebauungsplanes und die Änderung des Flächennutzungsplanes an. Einige Anlieger wehrten sich gegen den Bau. Die Gemeindeverwaltung hatte gegenüber den Anwohnern 2011 erklärt, dass eine Bebauung des Geländes nicht zu erwarten sei. Den Bedenken der Anwohner folgte die Gemeinde im Großen und Ganzen nicht.

Das neue Altenwohnheim

Das Gebäude soll zwei Geschosse haben und ein leicht geneigtes Walmdach bekommen. Die Gebäudeteile sollen dabei unterschiedlich hoch werden. Der zentrale Gebäudeteil soll 11,50 Meter in die Höhe ragen, die beiden Flügel je 9,50 Meter. Die Fassade des Altenwohnheims soll hell geputzt und das Dach grau eingedeckt werden. Nordwestlich des Hauptgebäudes ist ein Geräteschuppen geplant.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2019
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!