Bürgermeister stellt sich den Fragen der Leopoldshöher

Thomas Dohna

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Vor Ort: Büchermeister Schemmel (stehend) und die Fachbereichsleiter der Gemeindeverwaltung stellten sich im Begegnungszentrum B-vier den Fragen der Bürger. - © Thomas Dohna
Vor Ort: Büchermeister Schemmel (stehend) und die Fachbereichsleiter der Gemeindeverwaltung stellten sich im Begegnungszentrum B-vier den Fragen der Bürger. (© Thomas Dohna)

Leopoldshöhe. Die in Zukunft größte Baustelle auf dem Gemeindegebiet ist eines der wichtigen Themen gewesen bei der Veranstaltung „Verwaltung vor Ort" im Begegnungszentrum B-vier in Asemissen. Bürgermeister Gerhard Schemmel und seine Fachbereichsleiter vermochten zum Umbau der Scherenkrug-Kreuzung allerdings nur wenig zu sagen. „Es ist einfach nicht unsere Baustelle", meinte Schemmel.

Von Zeit zu Zeit stellt sich die Verwaltungsspitze den Fragen der Bürger. Die haben so Gelegenheit, sich direkt an die Verantwortlichen zu wenden. Schemmel sprach von sich aus zwei Themen an. Der Bau der Kindertagesstätte am Begegnungszentrum werden in diesen Tagen beginnen, verkündete er. Und zum Bau der B66n in Asemissen werde es am Mittwoch, 5. Juni, eine Bürgerversammlung geben. Damit löste Schemmel eine Reihe von Fragen aus.

B66n

Durch die neuen Planungen werde es doch sicher neue Ausschreibungen geben müssen, vermutete Martin Düsterberg. Der Landesbetrieb Straßen.NRW hatte eine neue Planung für den Verkehrsfluss während der Bauzeit vorgelegt. Die erste Ausschreibung sei noch nicht herausgegangen. „Die Arbeiten werden europaweit ausgeschrieben", sagte Dirk Puchert-Blöbaum, Leiter des Fachbereiches Bauen. Die Baugrube an der Ecke Hauptstraße/B66 erklärt er auch: „Da verlegen die Telekom und das Wasserwerk Leitungen." Anfang Juni solle die Sperrung der Grester Straße aufgehoben werden. Dort ist das Wasserwerk ebenfalls mit der Verlegung von Leitungen beschäftigt.

„B-vier"

Die Frage, ob die Räume des Begegnungszentrums auch für kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen genutzt werden können, bejahten Schemmel und Andrea Rodekamp, Fachbereichsleiterin Soziales. „Das ist ausdrücklich erwünscht", sagte Schemmel. Interessenten wenden sich an die Quartiersmanagerin Anna-Lena Bargfrede, Tel. (05202) 925448. Private Feiern sind möglich, müssen aber um 22 Uhr beendet sein. Gleiches gilt für den Heimathof: Nach einem Rechtsstreit mit einem Nachbarn dürfen Veranstaltungen dort nur noch bis 22 Uhr dauern.

Radweg

Ob der Radweg zwischen Evenhausen und Asemissen nicht beleuchtet werden könne, fragte eine Frau. Theoretisch ja, meinte Schemmel. Der Landesbetrieb Straßen.NRW werde das aber sicher nicht machen. Er sei sich sicher, dass es im Rat allerdings keine Mehrheit dafür geben werde.

Verkehr

Ein Anwohner beklagte den zu gewissen Zeiten starken Verkehr auf dem Starenweg. Vor einiger Zeit seien dort 1800 Fahrzeuge pro Tag gezählt worden. Jetzt, da es das Wohngebiet Waldstraße gebe, seien es sicher 2500 Fahrzeuge. Schemmel sah keine Möglichkeit, den Verkehr zu minimieren.

Filliesgelände

Die Frage nach dem Fortgang der Bauarbeiten konnte Schemmel nur unbefriedigend beantworten. Die Baustelle ruht seit Monaten. Es sei Privatgelände. Die Gemeinde könne nur etwas unternehmen, wenn von dort eine Gefahr ausgehe. Wie es dort weitergehe, wisse er nicht.

Bahn

Entlang der Schienen wurden Gehölze gerodet. Außerdem gibt es dort einen illegalen Bahnübergang. Die Rodung sei aus Sicherheitsgründen notwendig geworden, sagte Klaus Sunkowsky vom Büro des Rates. Den Bahnübergang legal zu machen, hält Bürgermeister Schemmel für aussichtslos. Eher würde die Bahn dort einen Zaun errichten, um den Übergang zu sperren.

Finanzen

Eine Frage nach den Finanzen beantwortete Kämmerer Uwe Aust vorsichtig optimistisch. Es sehe gut aus, Schulden könnten aber nicht in nennenswertem Umfang ab- und Rücklagen nicht aufgebaut werden – dazu reichten die Einnahmen nicht. In diesem Zusammenhang verwies Fachbereichsleiter Bauen Dirk Puchert-Blöbaum auf den Beschluss, dass beitragspflichtige Maßnahmen im Straßenbau zurzeit nur dann in Angriff genommen werden, wenn der Kanal in der Straße repariert werden müsse.

Weitere Themen, die kurz angerissen wurden, waren zu schnelles Fahren auf der Lindenstraße zwischen Garten- und Birkenstraße, eine illegale Feuerstelle an einem Regenrückhaltebecken im Gewerbegebiet Asemissen, Parkplätze an den verschiedenen Discountern und der Wochenmarkt, oder eine angebliche Lärmbelästigung, die vom Spielplatz am Starenweg ausgehen soll – der Bürger, der Letzteres schließlich ansprach, erntete dafür viel Widerspruch aus der Versammlung.

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