Grünes Licht für Gewerbegebiet neben der Waschanlage in Asemissen

Thomas Dohna

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Baufläche: Die Wiese neben der Autowaschanlage soll einem Gebäude sowie Stellplätzen weichen.  - © Thomas Dohna
Baufläche: Die Wiese neben der Autowaschanlage soll einem Gebäude sowie Stellplätzen weichen.  (© Thomas Dohna)

Leopoldshöhe. Die Bebauung einer vergleichsweise kleinen Fläche neben der Autowaschanlage im Gewerbegebiet Asemissen steht in der Diskussion. Seit November vergangenen Jahres beschäftigt sich der Hochbau- und Planungsausschuss mit einer von einem Planer beantragten Änderung des Bebauungsplanes. Doch dabei ergaben sich verschiedene Probleme.

Seit 1994 gilt der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet. Zunächst war auch die Fläche, auf der die Waschanlage steht, nicht zur Bebauung vorgesehen. Das ist seit 2011 anders. Im vergangenen Jahr stand dann die Fläche neben der Waschanlage zur Debatte. In einer der Sitzungen machten Vertreter der Grünen auf einen Vergleich mit dem Hofeigentümer aufmerksam. Der Vergleich behandelt den Bestand des Hofes und das Wegerecht über den Bruchweg. Der Eigentümer hatte den Vergleich über ein sogenanntes Normenkontrollverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht erstritten.

Nach den Erinnerungen damals Beteiligter war auch von einem Mindestabstand zwischen dem Gewerbegebiet und dem Hof die Rede. Dieser Mindestabstand ist in den schriftlichen Unterlagen aber nicht enthalten. Ein 200-Meter-Abstand sei zur Sicherung des Hofes nicht nötig und rechtlich nicht gefordert, sagte Stadtplanerin Susanne Knipping, während der jüngsten Sitzung des Hochbau- und Planungsausschusses. Die Verwaltung habe mit dem Pächter des Hofes gesprochen, um den Bestand des Hofes zu sichern, berichtete Dirk Puchert-Blöbaum, Leiter des Fachbereiches Bauen der Gemeindeverwaltung, und widersprach damit einer Behauptung Jürgen Hachmeisters (Grüne), die Verwaltung habe nicht mit dem Eigentümer geredet.

Die Verwaltung hatte zur Sicherung des Hofes zudem ein Geruchsgutachten angefordert. Es kommt nach Angaben der Verwaltung zum Ergebnis, dass die heutigen Verhältnisse unproblematisch seien. Die in der Geruchs-Immissions-Richtlinie vorgesehenen Richtwerte von 15 Prozent der Jahresstunden würden nicht erreicht. Die berechnete Geruchsbelastung liege am östlichen Rand bei 13 Prozent der Jahresstunden, am westlichen Rand bei zehn Prozent. Somit sei kein Konflikt erkennbar. Der Gutachter habe außerdem Entwicklungspotenzial für den Hof erkannt. So könnten in Richtung Westen weitere Pferdeboxen errichtet oder die Zahl der Legehennen erhöht werden. Allerdings seien die Flächen begrenzt.

Ausdrücklich ausgeschlossen werden Beherbergungsbetriebe und Betriebsleiterwohnungen, bei denen man davon ausgehen müsse, dass diese sensibel gegenüber Geruchsbelastungen sein könnten, schreibt die Verwaltung in ihrer Stellungnahme. Die Mitglieder des Ausschusses für Hochbau und Planung folgten mehrheitlich der Argumentation der Verwaltung. Nur die beiden Mitglieder der Grünen stimmte gegen die Annahme des Bebauungsplanentwurfes.

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