Gemeinde verlost Apfelbäume

Thomas Dohna

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Obsternte in spe: Reiner Loer steht unter einem der Apfelbäume am Bürgermeister-Brinkmann-Weg. Die Gemeinde verlost diese Bäume.  - © Thomas Dohna
Obsternte in spe: Reiner Loer steht unter einem der Apfelbäume am Bürgermeister-Brinkmann-Weg. Die Gemeinde verlost diese Bäume.  (© Thomas Dohna)

Leopoldshöhe. Für die Artenvielfalt sollte Platz im Garten sein. Das deutet Reiner Loer an. Er ist in der Gemeindeverwaltung für die Apfelbaumaktion zuständig. Die Gemeinde hat dafür 1000 Euro bereitgestellt. Das Geld fließt, wenn aus den Reihen der Leopoldshöher ebenfalls 1000 Euro an Spenden zusammenkommen. Wer einen Baum möchte, darf sich bewerben und spenden.

Obstbäume sind gut für die Artenvielfalt. Obstbaumwiesen gelten als ökologisch sehr hochwertig. Blüten und Früchte helfen Insekten und anderen Tieren beim Überleben. In der Gemeinde gibt es an vielen Stellen Obstbäume. Entlang des Bürgermeister-Brinkmann-Weges etwa. Wer vom Einkaufszentrum im Ortsteil Leopoldshöhe über die Brücke in Richtung Heimathof geht, kommt an Apfelbäumen vorbei. Auch an der Asemisser Allee stehen Apfelbäume. Was nur wenige wissen: „Sind die Früchte reif, darf sich jeder bedienen", sagt Loer. Er weiß, dass sich nicht jeder über die Bäume freut, vor allem, wenn die Früchte fallen und liegenbleiben. „Man könnte sie einsammeln und verarbeiten", schlägt Loer vor.

Information
Weitere Informationen gibt es bei Reiner Loer, im Rathaus, 1. Etage, Zimmer 16, Tel.: (05208) 991-271, E-Mail r.loer@leopoldshoehe.de.

Bis es mit den Bäumen aus der Spendenaktion so weit ist, dauert es noch. Derzeit sammelt die Gemeinde Spender und Teilnehmer. Was sie schon zusammen hat, ist eine Liste der in Frage kommenden Sorten. Es sind regionale und alte Apfelsorten, also solche, wie der Kunde sie nicht im Laden findet. Der Westfälische Frühapfel steht auf der Liste, „Geheimrat Oldenburg" auch und der „Juwel aus Kirchwerder" ebenso. Es gibt sogar eine Leopoldshöher Sorte: den Tannenkrüger. Er soll, weiß Reiner Loer, auf dem Gut Tannenkrug in Nienhagen gezüchtet worden sein.

Die Initiatoren der Aktion, die Parteien im Gemeinderat, sehen die Bevorzugung der alten Sorten als Form der Bewahrung von Kulturgut. Diese Sorten seien außerdem widerstandsfähiger als die üblichen Plantagensorten. Die Bäume beschafft die Gemeinde, das Pflanzmaterial auch: Pfähle und Kokosband, damit die jungen Stämme angebunden werden können. Im Oktober wird die Pflanzzeit sein.

Wer einen Baum haben möchte, sollte folgendes prüfen: Die Hochstämme benötigen eine Standfläche von 80 bis 100 Quadratmetern. Der Abstand zum nächsten Baum sollte acht bis zehn Meter betragen. Sogenannte Halbstämme brauchen 50 Quadratmeter Platz und einen Abstand von sechs bis sieben Metern.

Wer sich mit dem unbedingt notwendigen Beschnitt von Obstbäumen nicht auskennt, sollte die auf dem Heimathof regelmäßig stattfindenden Schnittkurse besuchen. Die Bäume stehen im Herbst zur Verfügung. Sie werden verlost.

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