Neuer Radweg von Leopoldshöhe nach Bielefeld

Thomas Dohna

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Rainer Huneke, Leiter des eigenbetriebs Straßen des Kreises Lippe (links) und Landrat Axel Lehmann (rechts) halten und zerschneiden das Band auf das die Bürgermeister Gerhard Schemmel und Roland Thomas sowie der Leopoldshöher Fachbereichsleiter fürs Bauen Dirk Puchert-Blöbaum (von links) zufahren. - © Thomas Dohna
Rainer Huneke, Leiter des eigenbetriebs Straßen des Kreises Lippe (links) und Landrat Axel Lehmann (rechts) halten und zerschneiden das Band auf das die Bürgermeister Gerhard Schemmel und Roland Thomas sowie der Leopoldshöher Fachbereichsleiter fürs Bauen Dirk Puchert-Blöbaum (von links) zufahren. (© Thomas Dohna)

Leopoldshöhe. Stück für Stück geht der Kreis Lippe nach Angaben von Landrat Axel Lehmann beim Radwegbau vor. Jetzt haben er und die Bürgermeister von Leopoldshöhe, Gerhard Schemmel, und Bad Salzuflen, Roland Thomas, ein neues Stück Radweg eingeweiht. Entlang der Heeper Straße in Bad Salzuflen und dem Alten Postweg in Leopoldshöhe sind nach sieben Monaten Bauzeit 1,3 Kilometer Weg fertig geworden.

„Im Kreis Lippe wollen wir den Radverkehr fördern", sagte Lehmann. Der Bau ist Teil des Zukunftskonzeptes des Kreises Lippe. Mit dem neuen Radweg ist – bis auf ein Teilstück in Bad Salzuflen-Kusenbaum – eine Verbindung zwischen Leopoldshöhe und Bielefeld geschaffen worden. „Die Stadt Bad Salzuflen plant, den Kreis Lippe bei der Umsetzung dieser Maßnahme zu unterstützen", sagte Bürgermeister Thomas.

Außerdem fehlt nach Angaben des Kreises Lippe auf Bielefelder Seite ab der Kreisgrenze noch ein 1,1 Kilometer langes Stück Geh- und Radweg. Die Stadt Bielefeld plane, diese Lücke bis 2023 zu schließen, heißt es vom Kreis. Thomas sieht neben dem Pendlerverkehr auf dem Rad noch einen zweiten Aspekt. Die Gesundheit werde gefördert. Er selbst fahre mit dem Rad immer einmal wieder von Bad Salzuflen in die Senne, wo seine Familie wohne.

Bislang mussten Fahrradfahrer in Bexterhagen den Radweg verlassen und auf der Fahrbahn weiterfahren. Der Lückenschluss bedeute eine deutliche Verbesserung der Sicherheit und des Fahrkomforts. „Auf diese Weise lässt sich der Verkehr auf der Straße entlasten und die Situation für alle Verkehrsteilnehmer verbessern", sagte Bürgermeister Schemmel. Erfahrungen mit ähnlichen Baumaßnahmen zeigten, dass durch solche Angebote mehr Leute auf das Fahrrad umstiegen. Das Rad werde zunehmend auch von Pendlern genutzt, gerade für Wege nach Bielefeld, meinte Schemmel, der bei Fahrten in der Gemeinde selbst gern auf dem Fahrrad sitzt. Er erinnerte bei dieser Gelegenheit den Landrat auch an den Wunsch der Gemeinde Leopoldshöhe nach einem Radweg entlang der Kreistraße 1 „An der Windwehe" zwischen Leopoldshöhe-Evenhausen und Bielefeld-Ubbedissen.

Offizieller Baubeginn für die neue Strecke war im Oktober 2018. Zuvor waren schon einige Bäume gefällt worden, was zu Nachfragen in der Bürgerschaft führte. Die Arbeiten mussten wegen des Wetters zwei Monate ruhen. Die Baukosten für die Anlage des Geh- und Radwegs sowie für den Umbau des Kreisverkehrs belaufen sich nach Angaben des Kreises Lippe auf rund 800.000 Euro. 75 Prozent der Summe werden von Bund und Land gefördert.

Auch die Amphibien haben etwas von den Bauarbeiten: In Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises sind an der Strecke ein fest eingebauter Krötenzaun und ein Krötentunnel entstanden.

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