Betriebsausschuss legt fest: Graue Tonne in Leopoldshöhe wird teurer

Thomas Dohna

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Gelbe Säcke: Im Leopoldshöher Umweltausschuss entspann sich über deren Qualität eine Diskussion. Ohne Diskussion winkten die Ausschussmitglieder die Veränderungen bei den Abfallgebühren durch.  - © Thomas Dohna
Gelbe Säcke: Im Leopoldshöher Umweltausschuss entspann sich über deren Qualität eine Diskussion. Ohne Diskussion winkten die Ausschussmitglieder die Veränderungen bei den Abfallgebühren durch.  (© Thomas Dohna)

Leopoldshöhe. Alles bleibt wie es ist – fast jedenfalls. So haben es die Mitglieder des Betriebsausschusses für das Wasser und das Abwasserwerk und des Umweltausschusses in ihren Sitzungen beschlossen. Die Gebühr für den Restmüll steigt, die für den Biomüll sinkt. Nach den Erhöhungen der vergangenen Jahre bleiben die Gebühren für Trinkwasser und Abwasser stabil.

Im Abfuhrkalender gibt es einen weiteren Bezirk. Es ist ein Ritual mit Auswirkungen auf das Portemonnaie der Einwohner. In den letzten Sitzungen eines Jahres stellt ein Wirtschaftsprüfer den Mitgliedern des Betriebsausschusses die wirtschaftliche Situation des Wasser- und des Abwasserwerkes dar. Außerdem legt die Verwaltung dem Umweltausschuss die Kalkulation für die Abfall- und Friedhofsgebühren vor. 

Kosten für die Biotonne sinken

Sie beschließen auch, ob es weiter einen Zuschuss für die Schredder GbR geben soll. Dies ist ein Zusammenschluss von Landwirten, der auf dem Bauhof der Gemeinde Strauchschnitt annimmt und schreddert. Die Abfuhr von Biomüll wird billiger. Eine 120-Liter-Tonne Biomüll wird ab Januar 2020 jährlich 43 Euro kosten, sieben Euro weniger als im laufenden Jahr. Bei allen anderen Größen verhält es sich ähnlich. Teurer wird der graue Müll.

Für die 120-Liter-Tonne werden statt 110 Euro im laufenden, 116 Euro im kommenden Jahr fällig.Die Schredder GbR bekommt auch 2020 einen Zuschuss von 2000 Euro. Sie macht nach eigenen Angaben jährlich einen Verlust von 3770 Euro, was im Umweltausschuss eine kurze Diskussion über die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit dieses privatwirtschaftlichen Angebotes auslöste.

Der Abfuhrkalender für 2020 sieht aus organisatorischen Gründen einen neuen Abfuhrbezirk F vor, teilte Kämmerer Uwe Aust mit. Der Bezirk F wird wie der Bezirk B am Dienstag abgefahren.

Während der Sitzung des Umweltausschusses äußerte Gerd Niemann (CDU) Kritik an der Qualität der gelben Säcke. Sie seien viel zu dünn und der Verschluss sei unpraktisch. Kämmerer Uwe Aust versprach, die Kritik an den Entsorger Veolia weiterzugeben.

Neue Gebührensatzung

Zur Sitzung des Betriebsausschusses legte die Verwaltung eine sprachlich geglättete Neufassung der Gebührensatzung vor. Die Gebühr für einen Kubikmeter Trinkwasser beträgt auch 2020 1,45 Euro. Für einen Quadratmeter versiegelter Grundstücksfläche müssen nach wie vor 13,90 Euro für die Entsorgung von Niederschlagswasser gezahlt werden. Wer an eine Druckentwässerung angeschlossen ist, zahlt 20 Prozent weniger. Wer das Regenwasser versickern lassen kann, zahlt 50 Prozent des Betrages, beim Anschluss an eine Druckentwässerung 40 Prozent.

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