Unrechtmäßige Rodung im Naturschutzgebiet Windwehetal

Birgit Guhlke

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Mehrere Bäume und Hecken wurden vermutlich im Februar im Naturschutzgebiet Windwehetal abgeholzt, entdeckt wurde das im März. - © Ewald Thies/NABU Leopoldshöhe
Mehrere Bäume und Hecken wurden vermutlich im Februar im Naturschutzgebiet Windwehetal abgeholzt, entdeckt wurde das im März. (© Ewald Thies/NABU Leopoldshöhe)

Leopoldshöhe. Ewald Thies vom Leopoldshöher NABU entgeht so schnell nichts. Bereits im März war ihm aufgefallen, dass zu dem Zeitpunkt ein noch Unbekannter im Naturschutzgebiet Windwehetal auf einer Strecke von mehr als 1.200 Meter Hecken gerodet und Bäume gefällt hatte. Unrechtmäßigerweise. Während der Umweltausschusssitzung erklärte Ausschussvorsitzender Jürgen Hachmeister nun, was dort geschehen war – und dass es Konsequenzen für den Verursacher hat.

Nur stutzen, nicht fällen

Ein Landwirt aus Lage wolle dort wohl die Beweidung übernehmen, die bislang von einem Schäfer und seiner Herde ausgeführt worden war. Herde und Schäfer sind nicht mehr da, nun sollten dort also die Rinder des Landwirts hin. So weit, so in Ordnung. Der Mann hatte aber etwas mehr Platz schaffen und deshalb die Hecken stutzen wollen. Das hätte er auch laut seiner Information von der Unteren Naturschutzbehörde tun dürfen, „aber nicht komplett entfernen und fällen“, sagte Jürgen Hachmeister, es sei nur Stutzen erlaubt.

Das sei bei weiteren Gesprächen mit dem Leiter der Behörde geklärt worden, da es anfangs wohl geheißen haben soll, er hätte den Bereich abholzen dürfen. „Da ist er etwas übers Ziel hinausgeschossen“, sagte Reiner Loer vom Umweltamt der Gemeindeverwaltung. Strauchgut und Stämme liegen dort noch. Jetzt habe der Landwirt Auflagen erhalten und dürfe seine Rinder ab Juli auch erstmal nur ein Jahr „auf Probe“ dort weiden lassen.

Jürgen Hachmeister fasste „auch für künftige Aktionen“ noch einmal zusammen, dass in solchen Fällen der direkte Anruf beim Leiter der Unteren Naturschutzbehörde der richtige Weg sei, um Fragen eindeutig klären zu können.

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