Leopoldshöhe/Oerlinghausen
Gasthof "Zur Post" wechselt in Leopoldshöhe den Besitzer
| von Birgit Guhlke und Karin Prignitz

Stefan Mise Pavic, der 27 Jahre lang das Gasthaus „Zur Post" in Leopoldshöhe gehört hat, möchte demnächst seinen Ruhestand genießen. - © Karin Prignitz
Stefan Mise Pavic, der 27 Jahre lang das Gasthaus „Zur Post" in Leopoldshöhe gehört hat, möchte demnächst seinen Ruhestand genießen. (© Karin Prignitz)

Leopoldshöhe/Oerlinghausen. Der Sommer ist da, die Inzidenzwerte sind niedrig, und in der westlippischen Geschäftswelt tut sich etwas, speziell im Gastronomie-Bereich. Wir haben uns umgeschaut.

Gasthaus „Zur Post"

27 Jahre lang hat Stefan Mise Pavic das Hotel & Gasthaus „Zur Post" an der Schötmarschen Straße in Leopoldshöhe geführt. Insgesamt 42 Jahre hat der Kroate in der Gastronomie gearbeitet. „Jetzt ist es genug", sagt Pavic, der bald 67 Jahre alt wird. Am Samstag, 31. Juli, hört er auf. „Der Entschluss ist bereits vor einem Jahr gefallen, erzählt der Wirt und betont, „dass das absolut nichts mit Corona zu tun hat".

Seit Jahrzehnten habe er rund um die Uhr gearbeitet, jetzt wolle er sich mehr Ruhe und Freizeit gönnen, Urlaub machen, nachdenken und den Kopf frei bekommen. Auf der Suche nach Nachfolgern ist er fündig geworden. Oliver Sapina (Koch) und Mario Pesa (Kellner), die ebenfalls kroatische Wurzeln haben, werden die „Post" am 1. August nahtlos übernehmen. Für sie ist es die erste eigene Gastronomie. „Der Rest des Teams bleibt erhalten", betont Stefan Mise Pavic. „Das war uns ganz wichtig." Er verweist darauf, dass Gutscheine ihre Gültigkeit auch bei den neuen Betreibern behalten.

Café Orange

Es ist ein Blickfang und ein beliebter Treffpunkt auf dem Marktplatz Leopoldshöhe: das Café Orange. Nachdem der bisherige Pächter den Betrieb, wie berichtet, aufgegeben hatte, musste die Gemeinde einen neuen Betreiber suchen. Und hat ihn in der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde gefunden.

Die Kirchengemeinde will das Café Orange weiter betreiben. Der Name wird sich ändern, die Farbe auch. - © Birgit Guhlke/Neue Westfälische
Die Kirchengemeinde will das Café Orange weiter betreiben. Der Name wird sich ändern, die Farbe auch. (© Birgit Guhlke/Neue Westfälische)

Der Pachtvertrag sei unterschrieben, bestätigte der Fachbereichsleiter Bauen, Planen, Ordnung, Dirk Puchert-Blöbaum. Gebäude und Inneneinrichtung werden nun hergerichtet. Die Kirchengemeinde plane, das Gebäude streichen zu lassen – aber in einer anderen Farbe als Orange.

Das Café soll dann auch einen neuen Namen bekommen. Ende September, so der Plan, soll es wieder eröffnen. Betrieben wird es mit haupt- und ehrenamtlichen Helfern an vier Tagen in der Woche. In diesem Jahr hatte das kleine Bistro-Café noch nicht wieder geöffnet, war bereits seit dem Corona-Lockdown im vergangenen Jahr geschlossen. Der Pachtvertrag mit dem vorherigen Betreiber wurde schließlich aufgelöst. Übernommen hatte er es erst im Jahr 2019.

Herzblut Café und Deko

Andreas und Sabine Röthig werden sowohl das Herzblut-Café an der Bahnhofstraße in Helpup als auch den gleichnamigen Laden mit Deko- und Fashionartikeln sowie Möbeln an der Ermgasser Heide in Leopoldshöhe am 5. August wieder eröffnen. „Wir waren in der Coronazeit sehr zurückhaltend und wollen auch jetzt mit Bedacht agieren", betont Sabine Röthig. Im Café sei die Karte überarbeitet worden, „aber das Herzblut-Prinzip wird beibehalten". Es wird an den Öffnungstagen von Donnerstag bis Sonntag wieder eine Wochenkarte mit wechselnden Menüs geben. Das beliebte Frühstück „á la carte" bleibt. Im Deko-Lädchen, in dem es während der der Schließung einen Abholservice gab, bleiben die Öffnungszeiten bestehen.

Babymassage

Mit einem ganz anderen Thema beschäftigt sich Andrea Kronshage. Die Heilpädagogin und Erzieherin bietet in der AWO-Kita Lipperreihe und in der Kita „Regenbogenkinderland" in Schuckenbaum Babymassage für Babys ab der sechsten Lebenswoche, für Frühchen sowie Babys mit Förderbedarf an. Coronabedingt hatte das Angebot lange ausfallen müssen.

So sieht es aus, wenn die Räume für die Babymassage in Kitas hergerichtet werden. - © Kronshage
So sieht es aus, wenn die Räume für die Babymassage in Kitas hergerichtet werden. (© Kronshage)

„Der letzte Kurs hat im Oktober 2020 stattgefunden", berichtet die Oerlinghauserin. Jetzt soll es wieder losgehen, und zwar am 5. August in Schuckenbaum und bereits am 3. August in Lipperreihe. Maximal vier bis sechs Babys werden dann in einem Raum sein. Das Besondere an den Kursen sei, dass die Mamas und Papas eine kleine Entspannungsreise bekommen, bevor die Babys massiert werden.

Mehr Infos unter: www.baby-entspannung.net

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