Radfahrer melden Schwachstellen in Leopoldshöhe

Birgit Guhlke

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Für Radfahrer ist die Wegeführung an der Scherenkrug-Kreuzung in Asemissen wegen der B66n-Baustelle nicht einfach. Ausschilderungen sind nicht so klar, wie gewünscht, der Umgehungsradweg für den Bereich sei nicht komplett nutzbar. - © Birgit Guhlke
Für Radfahrer ist die Wegeführung an der Scherenkrug-Kreuzung in Asemissen wegen der B66n-Baustelle nicht einfach. Ausschilderungen sind nicht so klar, wie gewünscht, der Umgehungsradweg für den Bereich sei nicht komplett nutzbar. (© Birgit Guhlke)

Leopoldshöhe. Das Meldesystem „Radar" haben einige Leopoldshöher Fahrradfahrer genutzt, um auf Missstände aufmerksam zu machen. Stellen, an denen es für Radfahrer nicht optimal läuft. Wege, die ausgebessert werden müssten. Verkehrsführungen, die irreführend sind. Jetzt waren diese gesammelten Meldungen erstmals Thema in der Kommunalpolitik.

Reiner Loer, bei der Gemeindeverwaltung zuständig für das Stadtradeln, hatte die Meldungen während des Aktionszeitraums gesammelt und sie an Jürgen Hachmeister (Grüne) weitergeleitet. Hachmeister hat sie aufbereitet, nach Ortsteilen, Landstraßen, Bundesstraßen und Gemeindestraßen sortiert. Somit ist klar, dass es im gesamten Gemeindegebiet Verbesserungspotenzial für den Schutz der Radfahrer und den Komfort auf ihren Wegen gibt. Ein besonders sensibler Bereich ist demnach die Scherenkrugkreuzung mit der Großbaustelle B66n. Wer von Leopoldshöhe aus nach Oerlinghausen möchte, müsste streng genommen sein Fahrrad schieben, über die Fußgängerampel Hauptstraße und B66 queren, um dann sicher zu dem Radweg zu gelangen, der links der Tunnelstraße hoch nach Oerlinghausen führt.

Das sei aber nicht ordentlich ausgeschildert, kaum zu erkennen, der tiefer liegende Radweg von der Kreuzung aus sowieso nicht – so lautet die Kritik. Dementsprechend reihen sich Fahrradfahrer im Verkehr ein, nutzen Straße und Abbiegespuren an den Ampeln, um dann zum Radweg zu fahren. Das kann eng und auch gefährlich werden. Wer als Radfahrer an der Baustellenkreuzung direkt nach rechts auf die Tunnelstraße abbiegt, hat im weiteren Verlauf zudem erst einmal keine Möglichkeit, nach links auf den Fahrradweg zu gelangen.

Hinweisschilder, wo es in Sackgassen für Radler weiter geht

An einigen Stellen im Gemeindegebiet fehlten zudem Hinweisschilder, die an Sackgassen deutlich machen sollten, dass es für die Radler hier auf einem entsprechenden Weg weitergehen kann. Beispiele dafür gibt es in Bechterdissen an der Straße „Am Eselsbach" oder am Bolhöferweg. Der Telgenweg, vom Zentrum bis Evenhausen, sei eine ruhige Alternative zur Hauptstraße, sei aber gesperrt „für Fahrzeuge aller Art". Hier wird eine Freigabe für Fahrradfahrer gewünscht. Dieses Schild fehlt laut Angaben der Radler auch am Wagentronsweg in Schuckenbaum, der zum Baugebiet Brunsheide führt.

Von einem „katastrophalem Zustand" der Wege ist auch immer wieder die Rede, gemeint ist beispielsweise die Schackenburger Straße in Heipke. Jürgen Hachmeister schlug während der Sitzung des Ausschusses für Straßen, Plätze und Verkehr vor, dass sich die Fraktionen die gesammelten Schadens- und Problemmeldungen noch einmal ansehen, um dann gemeinschaftlich in einer nächsten Sitzung zu klären: „Wie gehen wir damit um?" Dem stimmte der Ausschuss zu.

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