In Leopoldshöhe gibt es jetzt einen Krimiclub

Karin Prignitz

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Britta Sandmann (v. l.), Nicola Grünert, Kirsten Mai, Jutta Gemmecke, Kerstin Proepper, Kerstin Koppmann udn Bettina Bertling stellen ihre Lieblings-Krimis vor. - © Karin Prignitz
Britta Sandmann (v. l.), Nicola Grünert, Kirsten Mai, Jutta Gemmecke, Kerstin Proepper, Kerstin Koppmann udn Bettina Bertling stellen ihre Lieblings-Krimis vor. (© Karin Prignitz)

Leopoldshöhe. Gute Krimis? Oder auch schlechte. Nicola Grünert kennt sie (fast) alle. Aber was wäre all diese Spannung, dieser Nervenkitzel, diese Vertrautheit mit den handelnden Personen, wenn man sie nicht teilen könnte? Im neuen „MittwochsKrimiClub“ ist das nun in der Leopoldshöher Gemeindebücherei im BIB möglich. „Ein völlig neues Format, das wir ausprobieren wollen“, sei das, sagt Kerstin Koppmann.

Nicola Grünert hatte die Initiative ergriffen, aber auch andere begeisterte Krimileser seien an das Büchereiteam herangetreten, erzählt die Leiterin der Gemeindebücherei von einer Idee, die sich entwickelte und nun erstmals umgesetzt worden ist. Seit die Coronabeschränkungen gelockert worden sind, gibt es sie wieder, die Gespräche am Ausleihetisch, den Austausch über das gerade Gelesene und manch einen guten Tipp. „Wir haben festgestellt, dass der Wunsch besteht, sich über die Krimis zu unterhalten“, sagt Kerstin Koppmann. „Dieser Austausch ist während Corona verlorengegangen.“

Auf jeden Fall mit einer Leiche

Und was gehört für die sechs Frauen, die sich beim ersten Clubtreffen um den mit kleinen Leckereien gedeckten Tisch versammeln, zu einem guten Krimi dazu? „Spannend muss er sein“, da ist sich die Gruppe einig, „und man darf nicht wissen, was dabei herauskommt.“ Schlüssig sollte ein Krimi sein, findet Christiane Frevert. „Und es muss auf jeden Fall eine Leiche geben“, ergänzt Britta Sandmann. Ob Arno Strobel, Charlotte Link, Simon Beckett oder Ben Aaronovitch, die Geschmäcker sind verschieden. Manche lieben es nordisch-blutrünstig, andere lesen am liebsten Krimis, die an der Küste spielen oder in ländlicher Umgebung.

Nicola Grünert stellt den sechsten Band einer Thriller-Reihe von Andreas Gruber mit dem Titel „Todesschmerz“ vor. „Er schreibt flott, man steigt gut durch“, wirbt sie. Zu den Lieblingsautoren von Kerstin Koppmann gehört Christian Jaschinski, der am 10. November in der Gemeindebücherei zu Gast sein wird. Mitbringen wird er seinen Krimi „Wolfsspiel“, in dem es um einen Serienkiller aus dem beschaulichen Lipperland geht, der Angst und Schrecken verbreitet. Ihr Lieblingsbuch des Sommers sei zudem „Der Gesang der Flusskrebse“, schwärmt Kerstin Koppmann. „Es gibt eine Leiche, einen Täter, eine Aufklärung, aber keine Ermittler.“ Dieser Krimi berühre neben aller Spannung das Herz.

Der Erfahrungsaustausch steht im Mittelpunkt der gemütlichen Runde. Lesen „bis die Augen brennen, weil man unbedingt wissen will, wie es weitergeht“, das kennen alle Teilnehmerinnen. Und sie freuen sich schon jetzt auf das nächste Treffen des „MittwochsKrimiClubs“ in der Gemeindebücherei.

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