Leopoldshöher absolvieren erste Etappe des Kirchradelns

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Die erste Etappe des Kirchenradelns der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Leopoldshöhe wird von 20 Teilnehmern angegangen. Den Weg nach Lemgo und wieder zurück fahren Pfarrerin Kornelia Schauf (erste Reihe, l.) und Pfarrer Hendrik Meier (erste Reihe, 2. v. r.) vorne weg. - © Till Neuhaus
Die erste Etappe des Kirchenradelns der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Leopoldshöhe wird von 20 Teilnehmern angegangen. Den Weg nach Lemgo und wieder zurück fahren Pfarrerin Kornelia Schauf (erste Reihe, l.) und Pfarrer Hendrik Meier (erste Reihe, 2. v. r.) vorne weg. (© Till Neuhaus)

Leopoldshöhe. Malerarbeiten, Reparaturen an der Orgel, Erneuerung der Dichtungen und fehlendes technisches Equipment. Der Renovierungsbedarf der evangelischen Kirche Leopoldshöhe ist beachtlich. Um das Startkapital von 10.000 Euro für die Renovierung des Gotteshauses bereitzustellen, treten die Leopoldshöher beim Kirchradeln kräftig in die Pedale. Den Auftakt machten jetzt 20 Gemeindemitglieder mit einer Tour nach Lemgo.

Den gesamten August sammeln die eifrigen Radfahrer Kilometer, und Sponsoren vergüten die Anstrengungen der Teilnehmer. Die Ambitionen der Gemeindemitglieder schwanken zwischen 50 und 1000 Kilometern, Kornelia Schauf – seit 2011 Pfarrerin der Gemeinde – hat sich vorgenommen, im August 500 Fahrradkilometer zum Gesamtergebnis beizusteuern.

Das Kirchenradeln soll aber nicht nur die Anschubfinanzierung für die Renovierung der evangelischen Kirche bereitstellen, sondern auch die Fitness der Teilnehmer stärken und einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. „Teilnehmer können auf Wunsch auch ihre Handynummer angeben und via Whatsapp Etappen und Routen mit anderen planen. So kann man sich sportlich betätigen und lernt neue Leute kennen", sagt Hendrik Meier, der sein Vikariat in der Leopoldshöher Gemeinde absolvierte und seit 2017 der zweite Pfarrer der Gemeinde ist.

Gottesdienste unter freiem Himmel

Die Kirchengemeinde Leopoldshöhe reagierte auf die veränderte Bedarfslage der Gemeinde in Corona-Zeiten: Sie verschickte Bastelutensilien an Kinder, die Kirche stand außerhalb der Predigten als Betstätte zur Verfügung und bei gutem Wetter wurde der Gottesdienst unter freiem Himmel abgehalten – letzteres wird auch für die Zeit der anstehenden Renovierung in Betracht gezogen. Bei Regen würde man ins Gemeindehaus umziehen.

Das Kirchradeln steht symbolisch für die Transformation der Leopoldshöher Gemeinde in den letzten Jahren. Die Vision ist eine aktive Kirche und Gemeinde, die wieder sichtbarer und „für die Gesellschaft" da ist. An diese Werte werden bereits die Konfirmanden im Rahmen ihres Unterrichts herangeführt. Neben Pflichtangeboten könnten die jungen Gemeindemitglieder Workshops in Kooperationen mit außerkirchlichen Trägern absolvieren. Eine weitere Neuerung ist die Berufung von Gundula Huvendiek als Geschäftsführerin, die seit dem 1. Juli die finanziellen Geschicke der Gemeinde lenkt.

Wer nun selbst in die Pedale treten und ein paar Kilometer für die Kirchenrenovierung beisteuern möchte, findet das Anmeldeformular unter www. kirche-leo.de/artikel/kirchradeln.

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