Absage für die Idee von einem Naturlehrpfad am Heipker See

Birgit Guhlke

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Das Naturschutzgebiet Heipker See in Leopoldshöhe bleibt für Wanderer und Radfahrer unzugänglich. - © Martin Düsterberg
Das Naturschutzgebiet Heipker See in Leopoldshöhe bleibt für Wanderer und Radfahrer unzugänglich. (© Martin Düsterberg)

Leopoldshöhe. Nachdem noch immer Unbekannte illegal im Naturschutzgebiet (NSG) Heipker See Pfade auf Wanderwegsbreite vergrößert hatten, hatten Politik, Verwaltung und Untere Naturschutzbehörde eingegriffen. Die Wege sind mittlerweile wieder mit Stämmen und Baumkronen versperrt worden. Zwischenzeitlich hatte der auf dem angrenzenden Hof aufgewachsene Familienvater Martin Höner, wie berichtet, die Idee von einem Naturlehrpfad für Kinder in dem oder zumindest an dem Gebiet ins Spiel gebracht. Das ist jetzt definitiv vom Tisch.

Damit die Artenvielfalt auch in Zukunft sichergestellt sei, lehne der Kreis Lippe Eingriffe in diesem Naturschutzgebiet ab, heißt es in einer Mitteilung der Behörde. Fledermäuse und Spechte, aber auch Wasservögel fühlten sich rund um den Heipker See in Leopoldshöhe wohl.

Strategie "Lippes Lebendige Vielfalt"

„Mit unserer Strategie „Lippes Lebendige Vielfalt" hat sich der Kreis eindeutig für mehr Natur- und Artenschutz positioniert. Natürlich ist das Gebiet landschaftlich sehr reizvoll. Jegliche Einschnitte, selbst durch einen gelenkten Besucherverkehr, würden sich jedoch auf die Tier- und Pflanzenwelt negativ auswirken und dem Zweck eines Naturschutzgebietes entgegenlaufen", sagt Landrat Axel Lehmann.

Mitte Oktober war die Untere Naturschutzbehörde darauf aufmerksam, dass in dem Gebiet illegale Wanderwege entstanden waren. Grundsätzlich seien gekennzeichnete Wege in Naturschutzgebieten nicht verboten. Am Heipker See handele es sich jedoch um ein ruhiggestelltes Areal, in dem Fußgänger oder Radfahrer die Natur stören würden.

„Anstrengungen eines Anwohners, einen Erlebnispfad einzurichten, sind somit ebenfalls aus naturschutzrechtlicher Sicht nicht umsetzbar." Das NSG Heipker See ist seit 1988 im Eigentum des Kreises, damit die Untere Naturschutzbehörde dort Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen durchführen könne.

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