Protest gegen Fracking

Karl-Heinz Krull

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Lügde. Knapp 800 Unterschriften gegen das Fracking konnte Christian Haase, Bundestagsabgeordneter der CDU und Mitglied des Umweltausschusses am Freitagmorgen in Lügde entgegennehmen. Simon Adriaans aus Detmold hat die Unterschriften mit einer Bürgerpetition auf der Campact-Plattform WeAct.de gesammelt.

„Wir wollen Herrn Haase den Rücken stärken“, so Adriaans. „Bitte stoppen Sie das Fracking-Gesetz, Herr Haase“ steht auf dem Ordner, den der Bundestagsabgeordnete mit der Bemerkung: „Das hilft mir tatsächlich“, entgegennahm. Er werde die Unterschriften mit in die Sitzung des Umweltausschusses des Bundestages am kommenden Mittwoch nehmen.

Haase möchte dort einen rechtlichen Rahmen festgelegt wissen, in dem der Bundestag das letzte Wort hat. „Wir haben in den Entscheidungsprozess doch sehr viel reinverhandeln können“, stellt er fest, er möchte den Wissenschaftlern und Technikern, die Probebohrungen durchführen, nicht die Entscheidung überlassen, ob Fracking gestartet wird oder nicht. „Wir wollen die Ergebnisse sehen, bewerten und dann entscheiden“, erklärt Haase und: „Ein generelles Fracking-Verbot wäre mir im Endeffekt die liebere Variante gewesen.“ Dass es dazu komme, sei allerdings unwahrscheinlich. Haase: „Es gibt Regionen, etwa in Niedersachsen, die haben gar nichts gegen Fracking.“

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