Königsschießen in Lügde wird im Stechen entschieden

Guntmar Wolff

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Majestäten unter sich: König Stefan Kruse (links) und sein designierter Nachfolger Thomas Roes feiern am Montag. Im Hintergrund schaut Rene Horstmann zu. - © Schützenbruderschaft St. Kilian
Majestäten unter sich: König Stefan Kruse (links) und sein designierter Nachfolger Thomas Roes feiern am Montag. Im Hintergrund schaut Rene Horstmann zu. (© Schützenbruderschaft St. Kilian)

Lügde. So wie es in jedem Film einen Spannungsbogen gibt, haben auch die Verantwortlichen des Schützenfestes in Lügde alles dafür getan, um die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Nach zwei fulminanten Tagen erreichten die Feierlichkeiten der Schützenbruderschaft St. Kilian am Montag einen weiteren Höhepunkt, als um Punkt 12 Uhr Thomas Roes als zukünftiger König des kommenden Jahres proklamiert wurde.

Beim fünften Versuch im Stechen mit Karlo Hasse schoss Roes den Holzadler von der Stange. Nun hat der langjährige Schütze Roes als Kronprinz zwölf Monate Zeit, sich vorzubereiten und dem amtierenden König Stefan Kruse beim Regieren über die Schulter zu schauen. Bevor Roes proklamiert wurde, herrschte am dritten Tag des Schützenfestes eine allseits entspannte Atmosphäre. Um halb neun standen die Schützen auf dem Marktplatz, um ihren König zum Katerfrühstück abzuholen. Nachdem der zukünftige König feststand, wurde dieser vom Vorstand, den St.-Kilian-Schützen und dem Blasorchester begeistert empfangen und mit Marschmusik ins voll besetzte Festzelt geleitet. Unter lautem Beifall bahnte sich Roes den Weg zum Königspodium. Brudermeister Dietrich Günnewich verkündete offiziell, was zu dem Zeitpunkt schon jeder wusste: „Thomas Roes wird im kommenden Jahr das Königsamt übernehmen".

Anschließend traten die Schützen noch mal zum Festumzug durch die geschmückte Altstadt und einem weiteren Parademarsch an. Abends wurde ein Festball gefeiert. „Das war einfach rundherum Spitze", zeigte sich Schriftführer Thomas Schaper mit der dreitägigen Feier zufrieden. Und die Gäste? „Das war wieder ein tolles Fest", erzählte Sabine Müller beeindruckt. Für sie steht fest: „Nächstes Jahr bin ich wieder dabei."

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